Verkehrsberuhigtes Servitenviertel
Jahr: 2025
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
Das Projekt zeichnet sich durch die Kombination mehrerer innovative Aspekte aus: Zunächst wurde ein mehrstufiger Beteiligungsprozess implementiert, der Anwohner*innen aktiv in die Planung einbezog und so die Akzeptanz und Identifikation mit dem Projekt förderte. Zudem kamen Baumpflanzungen nach dem Schwammstadt-Prinzip zum Einsatz, bei dem Regenwasser gespeichert und zur Bewässerung genutzt wird, was das Mikroklima verbessert. Die Umgestaltung schuf eine verkehrsberuhigte Fußgänger*innen-Zone, in der kein Auto- und LKW-Verkehr erlaubt ist, was die Sicherheit erhöht. Über 330 Quadratmeter neue Grünflächen und 27 zusätzliche Sitzgelegenheiten verbessern die Aufenthaltsqualität und fördern soziale Interaktionen. Schließlich wurde durch die ebenerdige Planung die Barrierefreiheit für alle Nutzer*innen sichergestellt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Fußgänger*innen-Zone als klimafitten und lebenswerten Raum für alle zu gestalten.
Kurzbeschreibung
Die Neugestaltung der Fußgänger*innen-Zone in der Serviten- und Grünentorgasse im 9. Bezirk bietet als Wohnzimmer unter freiem Himmel mehr Platz für Bewohner*innen. Ziel des Projekts war es, die Gassen verkehrsberuhigt und klimafit zu gestalten, um die Lebensqualität für alle zu erhöhen. Durch eine umfassende Bürger*innenbeteiligung konnten zahlreiche Ideen und Vorschläge in die Planung einfließen.
Die Maßnahmen fördern eine aktive Klimapolitik im Grätzl und schaffen sichere Aufenthaltsbereiche für Kinder und Jugendliche, während das charmante Altstadtflair erhalten bleibt.
Resultate
Über 1.000 Quadratmeter entsiegelte Flächen tragen zur Verbesserung der Regenwasserbewirtschaftung bei und haben das Mikroklima verbessert und CO₂ gespeichert.
Die Schaffung von über 330 Quadratmetern neuen Grünflächen und 27 zusätzlichen Sitzgelegenheiten fördert die Aufenthaltsqualität und soziale Interaktionen im Grätzl. Die Fußgänger*innen-Zone hat den motorisierten Verkehr stark reduziert, was zu einer besseren Luftqualität und weniger Lärm führt.
Die aktive Beteiligung von Anwohner*innen an der Planung zeigt das hohe Interesse und die Akzeptanz des Projekts. Der vor Ort wöchentlich stattfindende Bauernmarkt am Kirchenvorplatz in der Servitengasse ist gut besucht und auch über die Bezirksgrenzen hinweg bekannt. Bereits zum zweiten Mal hat das Frühlingsfest im Servitenviertel große Anziehungskraft bewiesen und die Nachbar*innenschaft belebt. 2.500 Besucher*innen haben dabei die autofreie Servitengasse genießen können.
Partner
SimZimGrimm: Landschafts Architektur
MA 28: Straßenverwaltung und Straßenbau
MA 19: Architektur und Stadtgestaltung
MA 46: Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten
MA 42: Wiener Stadtgärten
Bezirksvorstehung Alsergrund: Projektkoordination/ Auftraggeber
MA 33
MA 34