Re:mirror – Spiegelbild nachhaltiger Stadtentwicklung
Jahr: 2025
Bundesland: Steiermark
Ziele/Ideen
Das Projekt ist ein Vorreiter nachhaltiger Stadtentwicklung. Durch konsequentes Urban Mining wurden historische Baustrukturen wie die Eiskeller nicht abgerissen, sondern rückgebaut, dokumentiert und als Sekundärrohstoffe recycelt.
Eine bestehende Kellerwand wurde innovativ in die Baugrubensicherung integriert – ein Musterbeispiel für Strukturrecycling. Frühzeitige digitale Massenerhebungen (BIM) ermöglichten eine gezielte Rückbauplanung und stoffliche Wiederverwertung. Aushubmaterialien wurden vor Ort ökologisch und ökonomisch sinnvoll eingesetzt, etwa für Vegetationssubstrate. Insgesamt wurden über 56.000 Tonnen Material wiederverwertet, rund 20.000 Lkw-Fahrten eingespart und etwa 5.000 Tonnen CO₂ vermieden.
Das Projekt kombiniert ressourcenschonendes Bauen mit sozial durchmischtem Wohnraum, urbaner Infrastruktur und grüner Umgebung – ein Leuchtturmprojekt im Sinne des EU-Green-Deal.
Kurzbeschreibung
In Graz-Reininghaus entsteht mit dem Quartier 5 ein zukunftsweisendes Stadtquartier – nachhaltig, urban, lebendig.
Besonderes Landmark: der Wohnturm mirror mit 108 modernen Wohnungen und einer gewerblich genutzten Sockelzone (EG+1.Obergeschoss).
mirror ragt mit 19. Obergeschossen selbstbewusst in den Grazer Himmel und wurzelt zugleich tief in der Geschichte.
Statt Abriss: Rückbau.
Statt Abfall: Wiederverwertung vor Ort.
Aus alten Brauereikellern wird ein neues Zuhause – klimaschonend, visionär, kreislauffähig. mirror ist mehr als Wohnen – es ist ein Statement für die Stadt von morgen.
Resultate
Es wurden bereits vor Fertigstellung bedeutende Erfolge erzielt – sowohl ökologisch als auch sozial – unter anderem:
– 56.000 t Material wiederverwertet
– 20.000 Lkw-Fahrten eingespart
– 5.000 t CO₂-Reduktion
– 50.000 m³ Recyclingbaustoffe vor Ort genutzt
– bestehende Keller als Tragstruktur integriert
Sozialer Mehrwert zeigt sich vor allem auch über die Bauplatzgrenzen hinaus:
– leistbarer Wohnraum durch Anteil geförderter Wohnungen in zentraler Lage
– barrierefreie Gestaltung für generationenübergreifendes Wohnen und Inklusion
– soziale Durchmischung durch vielfältige Wohnungsangebote (Miete, Eigentum, Größen)
– Nahversorgung, Dienstleistungen und Gastronomie direkt im Quartier
– Grünflächen, Spielplätze und der Reininghauspark als offene Begegnungsräume
– beste Öffi-Anbindung und sanfte Mobilität fördern soziale Teilhabe – auch ohne Auto
Partner
forschen planen bauen ZT: Fachplaner: Kreislaufarchitektur
INSITU GmbH: Fachplaner: GeotechniK
PENTA PLAN ZT GmbH: Architektur