Bahnhöfe Weststeiermark und St. Paul im Lavanttal – Koralmbahn

Einreichende Institution: 3:0 Landschaftsarchitektur
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
Projektbild 26355

Ziele/Ideen

Das Besondere am Projekt liegt in der konsequenten Verbindung von Verkehrsinfrastruktur, Landschaftsarchitektur und Klimaanpassung. Klassische Park&Ride-Anlagen wurden nicht als reine Stellplatzflächen verstanden, sondern als klimaresiliente Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität und ökologischer Wirksamkeit. Die Bahnhöfe Lavanttal und Weststeiermark interpretieren Mobilitätsinfrastruktur als Teil der Landschaft. Großzügige Baumpflanzungen, biodiversitätsfördernde Stauden- und Gräserflächen sowie ein Schwammstadt-Prinzip zur Regenwasserbewirtschaftung schaffen blau-grüne Infrastruktur mit langfristiger klimatischer Wirkung. Besonders innovativ ist der Umgang mit komplexen technischen Rahmenbedingungen wie Hochspannungsleitungen, großen Geländemodellierungen und intensiven Verkehrsanforderungen. Trotz dieser Herausforderungen entstanden qualitätsvolle öffentliche Räume, die den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr komfortabel, sicher und attraktiv gestalten.

Kurzbeschreibung

Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wurden die Bahnhöfe Lavanttal und Weststeiermark als multimodale Mobilitätsknoten neu entwickelt. Ziel war es, klassische Park&Ride-Anlagen funktional und freiraumplanerisch neu zu denken und damit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs nachhaltig zu stärken. Die Freiraumgestaltung verbindet Mobilität, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität. Großzügige Baumpflanzungen, Stauden- und Gräserflächen sowie ein Schwammstadt-orientiertes Regenwassermanagement schaffen klimaresiliente Infrastruktur mit hoher ökologischer Qualität. Klare Wegeführungen ermöglichen sichere und komfortable Übergänge zwischen Auto, Fahrrad, Bus und Bahn. Trotz komplexer technischer Rahmenbedingungen entstanden identitätsstiftende Freiräume, die Infrastruktur als qualitätsvollen Landschaftsraum begreifen.

Resultate

Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wurden die Bahnhöfe Lavanttal und Weststeiermark zu zentralen regionalen Mobilitätsknoten mit insgesamt rund 660 Park&Ride-Stellplätzen ausgebaut. Durch klare Wegeführungen und die direkte Verknüpfung von Auto, Fahrrad, Bus und Bahn wurde der Zugang zum öffentlichen Verkehr deutlich komfortabler und sicherer gestaltet. Ein wesentlicher Erfolg des Projekts liegt in der hohen freiraumplanerischen und ökologischen Qualität der Infrastruktur. Insgesamt wurden über 230 Bäume gepflanzt, ergänzt durch extensive Stauden- und Gräserflächen zur Förderung der Biodiversität und Verbesserung des Mikroklimas. Das integrierte Regenwassermanagement nach dem Schwammstadt-Prinzip unterstützt die Klimaanpassung und reduziert die Belastung der Entwässerungssysteme. Die Projekte zeigen beispielhaft, wie technische Verkehrsinfrastruktur zu identitätsstiftenden öffentlichen Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität transformiert werden kann.

Einreicher

3:0 Landschaftsarchitektur

Partner

ÖBB Infrastruktur: Auftraggeber
Zechner Zechner: Architektur
IKK: Verkehrsplanung
ÖBA Grün: Kofler GmbH

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