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CargoRider – Entwicklung eines neuen, innovativen Mobilitätsservice zur einfacheren Nutzung von Frachtschiffreisen

Ziele/Ideen

Häufig ist Schnelligkeit die zentrale Anforderung bei einer Reise, was eine enorme Zunahme bei Flugreisen in den letzten Jahrzehnten mit sich brachte. In letzter Zeit lässt sich jedoch ein wachsender Gegentrend, bei dem die Reise als Teil des Urlaubes gesehen wird, erkennen. Kreuzfahrten sind ein boomender Markt, aber auch lange Eisenbahnreisen (Orientexpress, Transsibirische Eisenbahn) werden wieder vermehrt angeboten. Diese Art des Reisens spricht allerdings in erster Linie gut situierte Reisende im höheren Alter an und ist damit im Luxussegment beheimatet. Das hier beschriebene Projekt CargoRider soll Frachtschiffreisen preislich für jüngere Reisende erschwinglich, bei der Reiseplanung hochflexibel und die Reiseorganisation unterhaltsam machen. Außerdem soll der Bekannheitsgrad dieser Mobilitätsform erhöht werden. Zudem baut das Konzept auf einem Nachhaltigkeitsparadigma auf, da die Routen im Gegensatz zu Flug- und Kreuzfahrtreisen unabhängig von den Reisenden durchgeführt werden und keine zusätzliche ökologische Belastung entsteht.

Kurzbeschreibung

Ziel von CargoRider ist es, das komplette Servicedesign für die Mitfahrt auf Frachtschiffreisen zu entwickeln, eine prototypische Umsetzung mit den notwendigen Datenschnittstellen zu erstellen und diese anschließend unter Laborbedingungen auf Funktion und Praktikabilität zu testen. Sowohl für das Softwareprodukt, als auch das gesamte Mobilitätsservice für Frachtschiffreisen, werden miteinander abgestimmte Geschäftsmodelle entwickelt. Der Fokus des Services liegt dabei auf einer kommerziellen Verwendung der Flussschiffahrt in Europa. Einer der Schwerpunkte liegt auf der Usability und der User Experience der Softwarelösung, da hier mittlerweile sehr hohe Anforderungen an moderne Mobilitätsservices bestehen und diese eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg darstellen.

Resultate

Im Vorgängerprojekt wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht, wie groß das Interesse an Frachtschiffsreisen bei einem jüngeren Publikum ist und ob es Möglichkeiten gibt, diese kostengünstig anzubieten. Die Ergebnisse zeigten, dass ein derartiges Service für die Zielgruppe sehr interessant und aus technischer und rechtlicher Sicht durchführbar ist. Das untersuchte Konzept von CargoRider unterscheidet sich von den bisherigen Angeboten dadurch, dass es sich an dem von der Bahn bekannten Prinzip der flexiblen und agilen Reisegestaltung über einen bestimmten Zeitraum (Interrail) orientiert und im Zusammenhang mit dem Abenteuer Frachtschiffreise eine jüngere Zielgruppe ausgezeichnet anspricht. Auch das mediale Feedback auf das Vorgängerprojekt bestätigt diese Erkenntnisse.
Als sichtbares Ergebnis aus der Machbarkeitsstudie liegt ein Design für einen Low-Fi-Prototyp vor, der erste prinzipielle Funktionen zeigt (Siehe: http://flock-0844.students.fhstp.ac.at/pages/startseite.php).
Im Rahmen des Service Design wurde unter anderem eine Karte erstellt, die in Anlehnung an Pläne von U-Bahnen eine Gesamtübersicht von Reisezielen und Reisezeiten innerhalb Europas liefern soll. Die entwickelte Karte zur Darstellung und Planung der Reisen erzielte sehr hohe Werte bei der Verständlichkeit (82% in den beiden oberen Werten der fünfteiligen Skala) und mit keiner Auffälligkeit bei den Altersgruppen. Die Karte befindet sich im Anhang.
Damit kann angenommen werden, dass die Nutzung und die Eigenschaften des CargoRider Services gut vermittelbar sind. Als Erfolg lässt sich anführen, dass sich dieses Projekt bzw. die Idee weit mehr als gedacht verbreitet hat. Unter anderem wurde im Hamburger Abendblatt darüber berichtet. Auch ist uns zufällig bekannt geworden, dass sich in das Thema in sozialen Netzwerken stark verbreitet hat - ohne unser zutun. Wir wurden und werden laufend kontaktiert mit konkreten Anfragen, wann und wo eine Reise gebucht werden kann. Aus unserer Sicht ist somit klar erkennbar, dass 1.) ein Markt für dieses Service vorhanden ist und 2.) bereits das kleine Vorprojekt eine unerwartet große Aufmerksamkeit erzeugt hat. Neben der Buchung kann eine solche Webplattform also auch ein Marketinginstrument für eine Mobilitätsform bzw. für eine Branche wie zum Beispiel die Binnenschiffahrt sein. Das Projekt hat jetzt schon (ungeplant) zu einem positiven Image der Branche in der Zielgruppe der Jugendlichen geführt. Frachtschiffreisen sind also für diese Zielgruppe sehr interessant. Dies war der Zielgruppe selber vorher so nicht bekannt, da diese Zielgruppe diese Form des Reisens nicht mal kannte. Über den Weg der Erstellung einer ("coolen") Webplattform, kann also eine gesamte Branche bekannt gemacht werden, vermutlich effizienter und nachhaltiger, als über eine klassische Imagekampagne. Wir glauben, dass dieses Projekt und diese Erkenntnisse auch auf andere Mobilitätsformen übertragbar sind.

Einreicher

FH St. Pölten - Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung Herr Prof.(FH) Dipl.-Ing.(FH) Dipl.-Ing. Frank Michelberger Matthias Corvinus-Straße 15, 3100 St. Pölten frank.michelberger@fhstp.ac.at +43 676 847 228 – 664http://mobility.fhstp.ac.at

Partner

bitsfabrik GmbH: Wirtschaftlicher Partner