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e-scooter city

e-scooter city
E-006 2018 Franz Bauer

Ziele/Ideen

In unseren Innenstädten geht der charakteristische Branchenmix mangels ausreichender Parkmöglichkeiten für die Kundschaft drastisch zurück und ehemals belebte Geschäftsstraßen veröden. Das Fehlen von Geschäften in fußläufigen Entfernungen zwingt dann auch die Stadtbewohner für Einkäufe in die weit entfernten Gewerbegebieten auszuweichen. So wird zusätzlicher Verkehr induziert und ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität in den Innenstädten können die Güter des täglichen Bedarfes nur unter erschwerten Bedingungen bekommen. Der Verkehrssektor ist das Sorgenkind No. 1 beim Klimaschutz. Mit fast 30 % ist der Verkehr in Österreich der größte CO2-Verursacher (bmlfuw.gv.at). In den letzten 20 Jahren sind die CO2-Emissionen um rund 50 % gestiegen. Tendenz: stark steigend. Zu einem Gutteil ist dafür der motorisierte Individualverkehr auf Kurzstrecken verantwortlich. Für die meisten Fahrzeuge der Mittelklasse kann man von einem Kurzstreckenverbrauch von ca. 10 Litern pro 100 km ausgehen, was im Durchschnitt zu CO2-Emissionen aus dem Kraftstoffbrauch und der Kraftstoffbereitstellung von ca 700 kg pro Fahrzeug führt.
Der europäische Verkehrssektor muss eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20 % bis 2030 und um 70 % bis 2050 (gegenüber dem Jahr 2008) schaffen.
Hauptverursacher bei den Stickoxiden (NOx) ist der Straßenverkehr und hier insbesondere Dieselkraftfahrzeuge. Rund 95% der NOx-Emissionen des Verkehrs sind dem Straßenverkehr zuzuordnen. In der kalten Jahreszeit entsteht aus gasförmigen Stickoxiden und Ammoniak das partikelförmige Ammoniumnitrat, das zur grossräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) beiträgt. Ausserdem sind Stickoxide wichtige Vorläufersubstanzen von bodennahem Ozon. Im Stadtverkehr und auf Kurzstecken sind die herkömmlichen Abgasreinigungssystem unwirksam. Zusammen mit der hohen Bevölkerungsdichte in den Städten werden so besonders viele Menschen schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Der Hauptverursacher für akustische Umweltverschmutzung in den Siedlungen ist der motorisierte Verkehr, dabei wirkt sich neben dem Fahrbahnuntergrund die Geschwindigkeit maßgeblich auf die Lärmemission eines Fahrzeuges aus. Eine Halbierung des Verkehrs bewirkt eine Schallpegelminderung um 3 dB. Bei einer Tempoverringerung eines KFZ von 50 km/h auf 30 km/h nimmt der verursachte Lärm um 5 dB ab. Die Totalreduktion bietet jedoch nur ein elektrisch betriebenes Fahrzeug.

Kurzbeschreibung

Der tiefgreifende Strukturwandel unserer Städte führt zu Abwanderung von Betrieben und Geschäften aus den Innenstädten und zu hypertroph wachsenden Gewerbezonen im Vorfeld der Städte. Der motorisierte Konsument verlangt ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Näche zu den Geschäften, was innerstädtisch zu Konflikten wegen dem beschränkten Parkraum führt. Mittels Elektrorollern, die mit einer Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h auch Radwege benutzen können und nur einen Bruchteil der Parkfläche eines PKW benötigen, soll die Attraktivität von Geschäften in der Innenstadt gehoben werden. In Asien florieren die Innenstädte, weil die Menschen mit Rollern bis vor die Geschäfte fahren können. Auf einem PKW Parkplatz finden 8 Roller Platz. Auf so einem Fahrzeug kann ein Einkauf in der Größe einer Bierkiste problemlos transportiert werden. Die Pensionisten können leicht aufsteigen und fahren sicherer als mit hohen E-Bikes.

Resultate

Mit der Projektsidee sollen die bestehenden Stadtkerne wiederbelebt werden und der Flächenverbrauch durch Einkaufszentren vermindert werden. Die Menschen sollen ihre Mobilitätsbedürfnisse umweltfreundlich und billig befriedigen können. Mit den Rollern soll die Lücke zwischen den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr in den Ballungsräumen und den schwerer zu erschließenden Speckgürteln geschlossen werden. Mit der Ertüchtigung von Radwegen können die Städte beim Einpendlerverkehr entlastet werden. Die revitalisierten Geschäftsstraßen in den Siedlungskernen vermindern die Kurzstreckenfahrten in die Einkaufszentren an der Peripherie. Diese Fahrzeuge kosten nur einen Bruchteil eines PKW´s und entlasten so die einkommensschwächeren Menschen.

Einreicher

Franz Bauer, Umweltgemeinderat Herr Ing Franz Bauer Fasangasse 13, 7051 Großhöflein bauerfranz@inode.at 06646124795

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