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Öffi-Begleitservice für beeinträchtigte Menschen

Öffi-Begleitservice für beeinträchtigte Menschen

Ziele/Ideen

Im Projekt "Wiener Wege zur Inklusion" sollen im Auftrag des Fonds Soziales Wien und des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen neue Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung entwickelt werden. Alle neuen Dienstleistungen sollen die soziale Inklusion in Wien verbessern. Das Projekt wird anhand der Methode "Design Thinking" umgesetzt. Die Besonderheit liegt an der starken Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in allen Phasen des Projekts und an der konsequenten Umsetzungsorientierung.

Ein wichtiger Themenbereich im Projekt ist nun die Verbesserung der Mobilität von Menschen mit Behinderung - und hier (mit dem Ziel verstärkter Inklusion) die gesteigerte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel durch Menschen mit Behinderung. Ausgangslage hier ist das von vielen Menschen geäußerte Problem, bisher die „Öffis“ nicht zu nutzen (und auf aufwändige und oft unflexible Fahrtendienste zurückzugreifen), weil sie sich mit der Benutzung der Verkehrsmittel U-Bahn / Bus / Straßenbahn etc. nicht auskennen, den Weg nicht genau kennen, Angst vor unvorhergesehenen Situationen haben, sich in den Öffis nicht wohlfühlen und generell unsicher sind. BetreuerInnen in den Einrichtungen haben für Begleitungen, die notwendigen Erklärungen, Probefahrten bzw. das „Üben“ des Fahrens mit öffentlichen Verkehrsmitteln oftmals keine Zeit.

Kurzbeschreibung

Es handelt sich um ein „Buddy-System“ für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, das freiwillige Helfer mit Menschen mit Unterstützungsbedarf zusammenbringt, welche einen ähnlichen Weg mit Öffis zurücklegen wollen. Menschen mit Unterstützungsbedarf können sich online bzw. per App (oder telefonisch über eine Hotline) anmelden, geben ihre Wegstrecke und den Zeitpunkt bekannt und bekommen einen „Buddy“ (d.h. eine/n BegleiterIn) vorgeschlagen, der/die einen ähnlichen Weg zurücklegen möchte und anschließend diesen Weg gemeinsam mit ihnen zurücklegt. Durch die Begleitung werden Menschen mit Behinderung befähigt, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, lernen neue Leute kennen und gewinnen an Sicherheit – um irgendwann die Öffis selbstständig nutzen zu können. Es kann bei der Anmeldung auch ausgewählt werden, die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem bestimmten Zeitpunkt einfach zu üben, statt eine genau definierte Wegstrecke zurückzulegen.

Resultate

Es sollte dazu führen, dass Menschen mit Beeinträchtigung in Wien in sehr viel stärkerem Ausmaß öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Es sollte auch dazu führen, dass es für die Menschen in Wien selbstverständlicher wird, in Kontakt mit Menschen mit Beeinträchtigung zu sein und diese als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft zu sehen.
Auf individueller Ebene sollte es hoffentlich dazu führen, dass viele Geschichten und Erlebnisse von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung entstehen, die gemeinsam erfolgreich die kleinen und großen Hürden im öffentlichen Verkehr gemeistert haben und so jeweils ein Stück weit gewachsen sind.

Einreicher

Wonderwerk GmbH Herr Alexander Burtscher Stoß im Himmel 3 1010 Wien 066488248381 alexander.burtscher@wonderwerk.at

Partner

Fonds Soziales Wien: Projektauftraggeber

Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen: Projektauftraggeber