Wir verwenden Cookies um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Indem Sie diese Seite nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Ganzheitliche Analyse der Mobilität in Wien

Ziele/Ideen

Die verkürzte Betrachtung der Nachhaltigkeitsprobleme von Mobilität wird durch den ganzheitlichen Ansatz (Stock-Flow-Service Nexus) entkräftet. Neben Endenergieverbrauch und THG-Emissionen auch den Materialbedarf von Mobilität mitzudenken ist wichtig, da viele Umweltprobleme, wie Verschmutzung, Zerstörung von Ökosystemen, Klimawandel etc., mit der Extraktion, Verarbeitung und Entsorgung von Ressourcen zusammenhängen. Ein nachhaltiges Mobilitätssystem spart nicht nur direkte Emissionen bei der Fortbewegung sondern auch Material zur Bereitstellung der Mobilitätsleistungen, Energie und Platz im begrenzten urbanen Raum. Der motorisierte Individualverkehr zeigt in allen diesen Aspekten das ungünstigste Verhältnis zwischen Ressourcennutzung bzw. Emissionen und Mobilitätsservices. Die Analyse zeigt, wie wichtig der Umstieg auf andere Mobilitätsformen sowie die Reduktion zurückgelegter Distanzen für ein nachhaltiges Wiener Mobiliätssystem ist.

Kurzbeschreibung

Wien will zur nachhaltigen Smart City werden. Mobilität ist dabei ein Kernthema, was man vor allem an den überproportional steigenden Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors sieht. Die Stadt hat sich im Stadtentwicklungsplan 2014 ambitionierte Ziele gesetzt um ein nachhaltiges Mobilitätssystem zu erreichen. Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit dem Material- und Energiebedarf von 4 Mobilitätsformen (zu Fuß, mit dem Fahrrad, ÖV, MIV) und den THG-Emissionen von Mobilität in Wien. Dabei geht es nicht nur um die Wege, die Personen in Wien zurücklegen, sondern auch um die Mobilität der Pendler*innen und Besucher*innen, die das Verkehrssystem der Stadt nutzen. Die seitens der Stadt geplanten Maßnahmen werden unter dem Gesichtspunkt der Ergebnisse dieser Analyse diskutiert und Empfehlungen für den Weg zu nachhaltiger Mobilität in der Stadt abgegeben. Denn nur wenn man Material- und Energiebedarf und Emissionen zusammen denkt, gelingt eine ganzheitliche Betrachtung.

Resultate

Die Arbeit wurde in einem peer-reviewed scientific Journal (Environmental Development, Elsevier) als Gold Open Access Paper publiziert und ist somit für alle öffentlich zugänglich (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211464521000221?via%3Dihub#bib94). Die Arbeit wird zu einem späteren Zeitpunt auch noch gesondert in einem Special Issue zum Stock-Flow-Service Nexus veröffentlicht. Die Grünen Penzing sind auf die Arbeit aufmerksam geworden und haben ihrerseits ihre Forderungen für ein nachhaltiges Mobilitätssystem im Lichte dieser Erkenntnisse inkl. einer Einleitung durch die Autorin veröffentlicht, nachzulesen hier: https://penzing.gruene.at/themen/mobilitaet/am-weg-zur-mobilitaet-der-zukunft

Einreicher

Frau Doris Virág
1140 Wien

Partner

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Soziale Ökologie: Finanzierung über das Projekt MATSTOCKS, Betreuung

auf Facebook teilen twittern