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(mobiler) Schulvorplatz Schulgasse

Ziele/Ideen

Ausgangspunkt für den mobilen Schulvorplatz war der zunehmend knapper werdende öffentliche Raum vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt, sowie die Chance zur verbesserten Nutzung des Straßenraums durch Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Bezirk Währing.

Kurzbeschreibung

Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im 18. Bezirk im Herbst 2016 ließ ein kurzfristig nutzbares Möglichkeitsfenster entstehen, um das herkömmliche Nutzungskonzept für den frei gewordenen Raum zu überdenken. Dieses Potenzial erforderte ein schnelles Reagieren als Anforderung an die Planung, die Politik und die Verwaltung. Der mobile Schulvorplatz soll eine dauerhafte Umgestaltung von Straßenräumen herbeiführen. Vor der Bunten Schule in Währing beschleunigte er in einem ergebnisoffenen Partizipationsprozess eine autofreie Neugestaltung des Schulvorplatzes. Es wurde bei Workshops mit den Schülerinnen und Schülern, durch Beobachtung der Raumnutzung und durch Befragungen der Bewohnenden und Gewerbetreibenden Ideen und Vorschläge eingeholt, aus denen zwei Varianten zu einer Umgestaltung entstanden. Diese wurden mittels einem temporären 1:1 Modell in realen Situationen vor Ort getestet. Die temporäre Umgestaltung stellt dabei die Minimalvariante dar, die bis zum tatsächlichen Baubeginn Lust auf Mehr verbreitet. Die Testergebnisse führten zu einem Vorschlag zur Neugestaltung, dieser Vorschlag wurde anschließend im öffentlichen Raum präsentiert und diskutiert. Im Sommer 2018 wurde der fertige Entwurf umgesetzt und bereits im Frühjahr 2019 fertiggestellt und eröffnet.

Resultate

Das Ergebnis des Beteiligungsprozess war eine differenzierte Meinungsbildung, zu der ca. 40 Schülerinnen und Schüler, ca. 120 Kommentare bei den 1:1 Modellen und ca. 130 Besucherinnen und Besucher der Dialogwoche direkt beigetragen haben. Das planliche Resultat des Prozesses ist ein Vorentwurf zur Umgestaltung des Schulvorplatzes und des nördlichen Rands des Schubertparks, der vom Bezirk im Jahr 2017 genehmigt wurde. Der Entwurf sieht die Umgestaltung von ca. 450m² Straßenraum in einen multifunktionalen Schulvorplatz, sowie von ca. 650m² abgepflanzter Parkböschung in einen Spiel-, Aufenthaltshalts- und Gartelraum vor. Bereits im Herbst 2017 wurde der mobile Schulvorplatz als 16m² großes Holzdeck umgesetzt, das bis zum Baubeginn den Platz vor der Schule zur Nutzung durch Schülerinnen und Schüler, Eltern und Nachbarschaft erweitert. Durch die autofreie Gestaltung wird der Autoverkehr durch die Schulgasse von derzeit 196 Pkw pro Stunde (Kreuzung Martinstraße / Schulgasse, Verkehrszählung MA 46) verringert. Die MA 46 geht von einer Verkehrsverlagerung von 25 Prozent in die Währinger- und von 15 Prozent  in die Kreuzgasse aus.

Einreicher

zwoPK Landschaftsarchitektur DI Dr. Philipp Rode, DI Helge Schier Otto Bauer Gasse 14/4, 1060 Wien office@zwopk.at 01 2368796http://www.zwopk.at/

Partner

BV18: aktivierende Moderation, Prozessdesign