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mobilpunkt und Car-Sharing-Aktionsplan der Stadt Bremen

mobilpunkt

Projektwettbewerb Gebietskörperschaften

Ziele/Ideen

Bremen fördert nachhaltige Mobilität. Um Platz für Fußgänger, Radfahrer und Grün zu gewinnen, muss die Parkraumnachfrage für PKW gesenkt werden. Car-Sharing ergänzt den Umweltverbund. "mobil.punkte" im öffentlichen Straßenraum bringen Car-Sharing (mit Radabstellanlagen, zumeist verbunden mit ÖPNV und z.T. Taxi) in die dicht bebauten Innenstadtquartiere. Die gut gestalteten "mobil.punkte" sollen Visitenkarten moderner, autounabhängiger Mobilität sein.
Der politisch auch beschlossene Car-Sharing-Aktionsplan sieht für Bremen eine Vervierfachung des Car-Sharing bis 2020 (ggü 2008) vor - mit dem Ziel, 6.000 PKW in der Stadt durch Car-Sharing zu ersetzen.

Kurzbeschreibung

Straßenraum ist in allen Großstädten begrenzt und kostbar. Bremen setzt auf eine bequeme, flexible und nachhaltige Mobilität für Alle. Gerade in den innerstädtischen Gebieten bietet die Kombination aller Verkehrsmittel einen bunten Strauß an Mobilitätsoptionen: zu-Fuß und Rad, (NMIV derzeit > 45% am Modal-Split), ÖPNV, Taxi, Car-Sharing.
Car-Sharing ergänzt den Umweltverbund und eine bequeme Alternative zu einem eigenen Auto. Kernpunkte des kommunalen Car-Sharing Aktionsplan sind neben der Ausweitung des Stationsnetzes – vor allem in den Innenstadtquartieren –auch die Einbindung in Neubauvorhaben, in das Flottenmanagement von Betrieben und Verwaltungen sowie die Verknüpfung mit dem ÖPNV. Wichtig ist Öffentlichkeitsarbeit, da der Kenntnisstand über Car-Sharing noch immer gering ist.

Resultate

Die mittlerweile (Mai 2010) über 6.600 Car-Sharer haben bereits mehr als 1.500 Autos ersetzt. Die reale Minderung in der Parkraumnachfrage: aneinandergereiht eine Parkraumentlastung von rund sieben Kilometern Straßenraum! Wollte man den gleichen Entlastungseffekt mit Quartiersgaragen erreichen, würde das mindestens 20 – 50 Mio. € kosten. Allein 2010 wurden sieben neue mobil.punkte mit z.T. bis zu 12 Car-Sharing-Fahrzeugen im öffentlichen Straßenraum angelegt.

Weitere verkehrliche Entlastungseffekte: Umstieg auf ÖPNV und Rad, Emissionsminderung durch Fahrzeugauswahl („das passende Fahrzeug für jeden Fahrtenzweck“), hohe Emissionsstandard der Car-Sharing-Autos.

Bremen wurde für der EXPO 2010 in Shanghai („Better City – Better Life“) mit Car-Sharing als „Urban Best Practice Example“ gewählt.

Einreicher

Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa
Herr Referent Michael Glotz-Richter
Ansgaritorstr. 2
D-28195 Bremen

+49 421 361 6703
momo@umwelt.bremen.de

Partner

Kerstin Homrighausen cambio CarSharing