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MonoCab

MonoCab

Ziele/Ideen

1. Der ÖPNV im ländlichen Raum steht vor einem Dilemma: einerseits wird er notwendiger, weil Geschäfte, Arztpraxen, Schulen usw. dort verschwinden und mehr Leute auf ein eigenes Auto verzichten wollen. Andererseits wird er ausgedünnt und dadurch immer unattraktiver.
2. Viele Menschen mögen es nicht, in Bussen und Bahnen eng mit fremden Menschen zusammen sein zu müssen. Wenn eine Bahnfahrt so attraktiv sein soll wie eine Autofahrt, muss sie dieses Problem lösen.
3. Bahnstrecken im ländlichen Raum sind meist eingleisig, deshalb ist Gegenverkehr schwierig. Die konventionellen Züge und Busse sind oft zu groß für den Bedarf.
4. Neben den Stoßzeiten morgens vor Schulbeginn verteilen sich durch neue Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Angebote die Zeiten, zu denen Fahrten unternommen werden, breiter über den Tag.
5. Dörfer verlieren als Wohnorte an Attraktivität, auch und gerade für ältere Bewohner, weil sie oft keinen zumutbaren Anschluss an Busse und Bahnen haben.
6. ÖPNV-Kosten steigen durch hohen Personalaufwand. Busfahrer, Lokführer und Zugbegleiter sind immer schwerer zu gewinnen.
7. Instandhaltung und Instandsetzung von ländlichen Bahnstrecken mit Brücken sind teuer und personalaufwändig. Dem steht oft kein hinreichend großer gesamtgesellschaftlicher Nutzen der Strecke gegenüber.

Kurzbeschreibung

Kreiselstabilisierte Einschienen-Monocabs auf altem Bahngleis: Auf der historischen, eingleisigen Eisenbahnstrecke Lemgo-Extertal fahren Mono-Cabs wie bei einem Paternoster in ständigem Umlauf. Jeder Fahrgast bucht sein Cab für seine Fahrt ins Dorf oder in die Stadt. Durch das Gyroskop-Prinzip können die Monocabs auf einer Einzelschiene balancieren und folglich auf der eingleisigen Bahnstrecke im Gegenverkehr verkehren. Die vorhandene ländliche Bahnstrecke wird ausgenutzt für ein neues Verkehrsprinzip, den "individuellen Personennahverkehr" (IPNV): Die Fahrt im Monocab fühlt sich individuell und intim an wie eine Fahrt im eigenen Auto, und ist doch so umweltfreundlich wie eine schienengebundene Bahnfahrt.

Resultate

Das Konzept hat unter dem Namen CountryCab im November 2018 den 1. Platz im Ideenwettbewerb "Deutscher Mobilitätspreis 2018" gewonnen.
CountryCab ist ein Teil des Produktportfolios "Smart Railway Ostwestfalen-Lippe" der Landeseisenbahn Lippe (LEL). "Smart Railway" ist Teil des LEADER-Konzeptes "Regionale Entwicklungsstrategie Nordlippe 2014-2020", also ein offizielles Entwicklungsziel des Kreises Lippe. (Zur Erklärung: Der Kreis Lippe mit der Kreisstadt Detmold ist einer von 53 Kreisen und Kreisfreien Städten des Landes Nordrhein-Westfalen und hat rund 350.000 Einwohner. Wie alle Kreise hat er ein eigenes Parlament, den Kreistag, und einen gewählten Landrat als obersten Beamten. Als "Nordlippe" werden vier Städte und Gemeinden im ländlich geprägten Norden des Kreises Lippe bezeichnet.)
Gemeinsam mit dem Projekt "Autobahn" der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist das Projekt Teil der "REGIONALE 2022 - Das neue UrbanLand Ostwestfalen-Lippe" (mit C-Status), eines Regionalentwicklungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen.
Über den Kreis Lippe und den seit 35 Jahren aktiven Verein Landeseisenbahn Lippe ist das Projekt in der Region optimal vernetzt und genießt höchste Akzeptanz.

Einreicher

Landeseisenbahn Lippe e.V.
Herr Jochen Brunsiek
Am Bahnhof 1, 32699 Extertal
j.brunsiek@landeseisenbahn-lippe.de
+49 (0) 5265 954645
+49 (0) 1713687308
www.smart-railway-owl.de

Partner

Büro für Soziale Architektur - alberts.architekten BDA: Ideengeber

Kreis Lippe: Landrat Dr. Axel Lehmann

Two West GmbH: Ilja Nowodworski

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