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Pionierprojekt H2-Aspangbahn

Pionierprojekt H2-Aspangbahn
ÖBB

Ziele/Ideen

Das Projekt liefert wesentlichen Input für die Dekarbonisierung des Mobilitätssektors u.v.a. des Ziels der CO2-neutralen „ÖBB-Fahrzeugflotte 2030“. Im Landverkehr ist Wasserstoff v.a. für Bereiche geeignet, in welchen Reichweite, Fahrzeuggewicht, Zuladung und Betankungszeiten eine Rolle spielen (vgl. VCÖ-Factsheet: „Grünen Wasserstoff sinnvoll im Verkehr einsetzen“). Ziel war es daher Daten für einen Vergleich unterschiedl. Antriebe (Akku, Wasserstoff, Elektrifizierung) zu sammeln und zu prüfen, ob der Einsatz von Wasserstoffzügen technisch, wirtschaftlich & ökologisch eine Alternative für Strecken darstellt, wo eine Elektrifizierung mit Oberleitungen nicht effizient, unpraktikabel oder zu teuer ist. Als Herausforderung erwies sich der verwendete "graue" Wasserstoff, dieser wird durch die VERBUND AG grün zertifiziert. Im begleitenden Forschungsprojekt mit AIT und HyCentA wurden daher v.a. Fragen zur Produktion von „grünem Wasserstoff“, auf Basis lokaler erneuerbarer Energien evaluiert.

Kurzbeschreibung

In einem Probebetrieb von Sept. 2020 bis Nov. 2020 haben die ÖBB einen Wasserstofftriebzug des Herstellers Alstom auf Regionalbahnen, die nicht für eine Elektrifizierung vorgesehen sind getestet. In einem begleitenden Forschungsprojekt mit AIT und HyCentA wurden die Ergebnisse evaluiert und Rückschlüsse für den möglichen weiteren Einsatz von Wasserstoffzügen für Regionalbahnen, auf Basis lokaler erneuerbarer Energien evaluiert. Bisher waren Wasserstofftriebzüge v.a. auf flachen Strecken in Deutschland und Niederlanden im Einsatz. Durch den Test auf alpinen Strecken im Süden Niederösterreichs wurde der Wasserstofftriebzug umfassend auf Herz und Nieren geprüft. Erklärtes Ziel des Projektes war es, mit dem Wasserstofftriebzug Erfahrungen in technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Sicht zu sammeln und Entscheidungsgrundlagen zur Dekarbonisierung und möglicher Lösungsvarianten (Akku, Wasserstoff, Elektrifizierung) zu sammeln.

Resultate

Der Testbetrieb hat die hohe Zuverlässigkeit & Gleichwertigkeit des Fahrzeuges mit Dieselfahrzeugen bestätigt, trotz Länge und alpiner Topographie wurden die Strecken souverän absolviert. Insgesamt wurden rd. 15.000 km mit dem Fahrzeug, welches im Projekt auch eine Zulassung in Österr. erhielt absolviert. Mit der Reichweite des eingesetzten Fahrzeuges (600km) konnten Leistungsanforderungen und Fahrplan stets eingehalten werden und rd. 30t CO2 eingespart werden. Es konnten im Projekt Informationen über Verbräuche, Fahrverhalten & notwendige Instandhaltungsmaßnahmen gesammelt werden. Sollte eine Entscheidung pro Wasserstoff fallen, dann ist sicherzustellen, dass ausreichend grüner Wasserstoff lokal erzeugt werden kann. Zu diesem Zweck wurden in einer Studie, gemeinsam mit AIT und HyCentA lokale Erzeugungspotentiale erneuerbarer Energien gekoppelt an eine geeignete H2-Erzeugungs- und Betankungsinfrastruktur untersucht und bewertet und somit u.a. potentielle Zielpreise für H2 erarbeitet.

Einreicher

ÖBB-Holding AG
DI Bertram Ludwig
Am Hauptbahnhof 2, 1100 Wien
bertram.ludwig@oebb.at
0043 664 881 718 36

https://www.oebb.at/de/neuigkeiten/wasserstoffzug

Partner

ÖBB-Holding AG: Projektleiter

ÖBB-Personenverkehr AG: Projekleiter

Alstom GmbH: Projektpartner

AIT GmbH: Projektpartner

HyCentA GmbH: Projektpartner

VERBUND AG: Projektpartner

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