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Platz für alle - Vom Verkehrsraum zum urbanen Lebensraum

Ziele/Ideen

Straßen bilden Zäsuren, die besonders in Stadtteilzentren urbanes Leben zerteilen. Duisburg hat einen Wechsel eingeleitet: Aus verkehrlich geprägten Räumen werden gemeinsam genutzte städtische Bereiche, die ein hohes Maß an Gleichberechtigung in der Nutzung ermöglichen. Der Stadtraum wird neu erlebbar und erhält eine neue lebenswerte Qualität. Die Begegnung wird wieder möglich, Kommunikation wird gefördert, die Aufenthaltsqualität steigt.

Kurzbeschreibung

Die Umgestaltung von Plätzen bietet die Chance für die Wiederbelebung von attraktiven Orten für Jung und Alt. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist eine barrierfreie Gestaltung. Maßstab für die Umgestaltung ist der "nicht-motoriiserte" Mensch. Das Verhältnis untereinander sowie gegenüber den motoriiserten Verkehrsteilnehmern folgt soweit wie möglich dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme und nur so weit wie nötig technischen Regelungen. Alle Plätze wurden von Einbauten und Hindernissen befreit. Darüber hinaus erfolgt ein niveaugleicher Ausbau der Platz- und Verkehrsflächen, wodurch die klassische Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg zugunsten des schwächeren Verkehrsteilnehmers aufgehoben wird.

Durch die Ausweisung verkehrsberuhigter Bereiche wird die Aufenthaltsqualität, die Kommunikation und Rücksichtnahme unter den Verkehrsteilnehmern gefördert und die Sicherheit deutlich erhöht. Insgesamt wird durch die Umgestaltung die Qualität vorhandener Bewegungs- und Begegnungsräume verbesssert.

Resultate

Der bereits 2007 umgesetzte verkehrsberuhigte Bereich für die Landfermannstraße / Opernplatz, eine der meist befahrenen Straßen der Duisburger Innenstadt, funktioniert hervorragend. Dieser Erfolg führte 2009 zur Planung von fünf weiteren barrierefreien Plätzen in fünf Stadtteilen. Diese wurden Ende 2010 fertig gestellt.

Nach dem Motto „Platz für alle“ erhoffen sich Geschäftsbetreiber, Anwohner sowie Nutzer eine Belebung des Geschäftbetriebs, neue Flächen für die Außengastronomie, anspruchsvoll gestaltete Platzflächen, die zum Verweilen einladen, neue Spielräume, einen leichteren Zugang zum ÖPNV, gleichzeitig jedoch auch Raum für Parkplätze, einen fließenden Verkehr ohne Rückstaus und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der Betrieb der Plätze zeigt, dass diese Erwartungen erfüllt werden. Die neu gestalteten Stadträume bieten „Platz für alle“, nicht nur für den motorisierten Individualverkehr. Märkte und Gastronomie bringen Leben in die Stadtteile.

Sechs Plätze sind fertiggestellt, weitere nach dem gleichen Prinzip sind in Planung.

Einreicher

Stadt Duisburg, Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement
Frau Beatrice Kamper
Friedrich-Albert-Lange-Platz 7, Zi. 438
D-47051 Duisburg

+49 203 283 4611
b.kamper@stadt-duisburg.de

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