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Projekt Roadkill

roadkill

Ziele/Ideen

Im Projekt Roadkill wird es der Bevölkerung ermöglicht an einem wissenschaftlichen Projekt zum Thema “Roadkill” aktiv mitzuarbeiten. Es wird erhoben, welche Tiere auf Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte. Mit den Daten werden Hotspots (Orte, an denen es besonders häufig zu Roadkill kommt) identifiziert und in Zukunft wird versucht in Kooperation mit Behörden diese Hotspots zu entschärfen.

Ziele:
1. Überblick über Anzahl, Umfang und Verbreitung von Roadkills schaffen.
2. Bedingungen für Roadkills identifizieren (Umgebung, Jahreszeit, Wetter, usw.).
3. Hotspots von Roadkills identifizieren.
4. Sensibilisierung aller TeilnehmerInnen für Roadkill.

Visionen:
1. Hotspots in Navigationsgeräte integrieren um AutofahrerInnen gezielt vor solchen zu warnen.
2. Hotspots in Zusammenarbeit mit Behörden entschärfen.

Kurzbeschreibung

Als Roadkill werden alle im Straßenverkehr zu Tode gekommenen Tiere bezeichnet. Der deutsche Begriff Wildunfall greift als Übersetzung zu kurz, denn er bezieht sich in der Regel nur auf größere Säugetiere und gelegentlich Vögel. Dies schlägt sich auch in offiziellen Statistiken wieder – Daten zu getöteten Tieren im Straßenverkehr werden nur zu sogenanntem „jagdbarem Wild“ erhoben. Daten zu allen anderen Tierarten – auch zu gefährdeten Tierarten, wie zum Beispiel Amphibien – fehlen.
Durch das Zusammentragen von vielen einzelnen Daten durch Citizen Science zu einem großen Datensatz ist es möglich genau festzustellen, zu welchen Bedingungen, an welchen Standorten, auf welchen Straßen, welche Tiere Opfer von Roadkill werden.
Neben der Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragestellungen ist es uns möglich „Hotspots“ zu identifizieren. In Zukunft versuchen wir in Zusammenarbeit mit Behörden, NGOs und Gemeinden diese Hotspots zu entschärfen.

Resultate

Bisher haben ca. 500 TeilnehmerInnen über 3000 Tiere in die Datenbank eingetragen (http://roadkill.at/). Das Projekt ist national und international durch unsere Bewerbung sehr bekannt und geschätzt (http://roadkill.at/news). Eine wissenschaftliche Publikation wurde bereits veröffentlicht, weitere sind in der Abschlussphase (http://roadkill.at/wissenschaft und https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.projekt_uebersicht?sprache_in=de&menue_id_in=300&id_in=9643).

Einreicher

Institut für Zoologie, Universität für Bodenkultur Wien
Herr Dipl.-Ing. Florian Heigl
Gregor Mendel Straße 33
A-1180 Wien

+43 47654 83320
florian.heigl@boku.ac.at

Partner

Philipp Hummer NINC