CycleSafely – Kollisionsfrühwarnung und Gefahrenkarte für den Radverkehr

Einreichende Institution: TU Wien
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Projektbild 26314

CycleSafely – Kollisionsfrühwarnung und Gefahrenkarte für den Radverkehr ist ein Forschungsprojekt der TU Wien. In Österreich verletzen sich jährlich über 10.000 Menschen beim Radfahren, meist durch Kollisionen mit Autos. Viele verzichten aus Sicherheitsbedenken auf das Fahrrad. Das Projekt entwickelt eine App, die Radfahrende in Echtzeit vor möglichen Kollisionen warnt. Sensoren am Rad oder die Smartphone-Kamera erkennen Fahrzeuge und sagen voraus, ob sich die Wege kreuzen. Bei Risiko erfolgt eine Warnung per Ton, Vibration und Anzeige. Optional informiert eine Rücklicht-Anzeige Autofahrende über Überholabstände. Alle Bilddaten werden direkt am Gerät in Bewegungs- und Formdaten umgewandelt und anschließend gelöscht, um Datenschutz und Energieeffizienz zu gewährleisten.

Das Innovative ist die Kombination aus Echtzeit-Warnsystem und anonymisierter Datenerhebung zur Erstellung von Gefahrenkarten. Die gesamte Berechnung erfolgt als Edge-KI direkt auf dem Smartphone, ohne Cloud-Latenz. Durch die Analyse von Beinahe-Unfällen entstehen präzise Karten gefährlicher Stellen, die Kommunen bei der gezielten Verbesserung der Radinfrastruktur unterstützen. Das System nutzt in Fahrsimulationen gelernte Muster, um riskante Situationen vorherzusagen. Diese Technologie trägt zur ökologisch verträglichen Mobilität bei, indem sie das subjektive Sicherheitsgefühl stärkt und so mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegt, was CO₂-Emissionen und Lärm reduziert.

Mit Stand Mai 2026 ist eine funktionsfähige Pipeline vorhanden, die auch auf handelsüblichen Smartphones läuft. Die Erkennung potenzieller Kollisionen ist in den ersten zwei Sekunden zuverlässig genug, um Reaktionen zu ermöglichen. Bisher wurden eine Masterarbeit und fünf Bachelorarbeiten abgeschlossen, zwei weitere laufen. Die Fertigstellung eines benutzbaren Prototyps wird für den Sommer 2026 erwartet. Geplant sind erste Fahrtests, die Bereitstellung als Open Source sowie Pilotprojekte mit Städten und der Radlobby zur Datensammlung. Langfristig sollen Partnerschaften mit Versicherungen und Flotten aufgebaut werden, um die Reichweite über Wien hinaus zu erweitern.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

TU Wien

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