Regio-City Hafen Wien – (Binnen-)Häfen als transformative Räume

Einreichende Institution: Niklas Hörburger
Jahr: 2025
Bundesland: Wien
Projektbild 25059

Ziele/Ideen

Die Arbeit beleuchtet unterschiedliche Themenfelder, die untereinander durchaus auch ein erhebliches Konfliktpotenzial aufweisen, auf der territorialen, der regionalen und der lokalen Maßstabsebene. Mittels eines integrativen Leitbilds für den „Regio-City Hafen Wien“ werden verschiedene Disziplinen miteinander in Relation gesetzt und miteinander verschränkt, um somit neue Perspektiven und Handlungsfelder für die Häfen zu generieren. Zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Überprüfung und Übersetzung der Thesen in räumliche Studien zur Entwicklung der Hafenareale mittels städtebaulichen Designs. Dies ist somit ein Versuch, das in den Hafenarealen schlummernde Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung – v.a. auch in den Bereichen Mobilität bzw. (City-)Logistik – aufzuzeigen, weiterzudenken und ein breites öffentliches Bewusstsein dafür zu schaffen. Gleichzeitig gilt es die Donau als Wasserstraße und die Binnenschifffahrt als klimafreundlichen Mobilitätsträger weiter zu stärken.

Kurzbeschreibung

Die Arbeit stellt ein innovatives Stadtentwicklungskonzept für die Metropolregion Wien dar: Sie demonstriert, wie die Wiener Häfen als essenzieller Bestandteil der „Produktiven Stadt” bzw. der „urbanen Randzone” einen wichtigen Beitrag zu einer „Zero Carbon City Region” leisten können. Der interdisziplinäre Ansatz verknüpft dabei eine mögliche Entwicklung der Hafenareale mit den wesentlichen aktuellen Herausforderungen der Planung: Neben Vorschlägen zur künftigen Mobilitäts-, Grünraum- und Energieversorgung sowie zur urbanen Produktion und City-Logistik zeigt das Konzept auch die Notwendigkeit auf, die verschiedenen Systeme des urbanen Metabolismus miteinander zu überlagern und zu verknüpfen, um regionale bzw. zirkuläre Prozesse und Entwicklungen zu stärken. Darüber hinaus visualisiert die Strategie, wie die Donau als „Lebensader“ optimal genutzt und in die Stadt reintegriert werden kann. Daraus resultiert eine Koexistenz aus Stadt & Natur, Industrie & Freiraum sowie Arbeit & Freizeit.

Resultate

Aufgrund der hohen Massenleistungsfähigkeit bzw. Energieeffizienz von Binnenschiffen bei gleichzeitig niedrigen Lärmemissionen und Infrastrukturkosten liegt ein Hauptanliegen der Arbeit darin, die verschiedenen Potenziale einer optimierten Nutzung von Wasserstraße und Häfen aufzuzeigen. Durch die Intensivierung der Nutzungen im Hafen kann die internationale Güterversorgung mit der regionalen Produktion gekoppelt und die Lagerung, Konsolidierung und der Umschlag mit der Weiterverarbeitung bis zur Endproduktion vor Ort verknüpft werden. Die parallele Anreicherung mit Servicenutzungen und Aufenthaltsqualitäten für Mitarbeiter*innen (Hafenpersonal, Fernfahrer*innen, etc.) aller im Hafen operierenden Branchen erlaubt eine attraktive Nutzungsmischung. Gepaart mit einer Zugänglichkeit für die Stadtbevölkerung und der Integration der Areale in eine übergeordnete Grün- und Freiraumstrategie wird eine Koexistenz von Hafen-, Stadt- und Freiraumnutzungen erreicht.

Einreicher

Niklas Hörburger

Neue Suche