Zu Fuß durch die Stadt Salzburg
Jahr: 2026
Bundesland: Salzburg
Ziele/Ideen
Das Besondere bzw. Innovative an dem Projekt liegt nicht in komplexer Technik, sondern in einem klaren, fast radikal einfachen Ansatz: Stadt wird konsequent wieder für Menschen gedacht – nicht primär für Autos. Im Kern überzeugt das Projekt durch diese Einfachheit. Es verschiebt den Fokus von Verkehrsfluss und Autodurchfahrt hin zu Aufenthaltsqualität und menschlicher Nutzung des öffentlichen Raums. Städte sind für Menschen gemacht: Gehsteige, die breit genug sind, um nebeneinander zu gehen und zu reden, sind kein „Nice-to-have“, sondern Grundlage lebendiger Stadträume. Ebenso wichtig sind barrierefreie Wege für Rollstühle, Kinderwägen und alle Formen der Mobilität. Diese scheinbar einfachen Elemente entscheiden darüber, ob sich Menschen im öffentlichen Raum sicher und wohl fühlen. Das Innovative ist kein technischer Fortschritt, sondern ein Perspektivenwechsel: Gute Gestaltung macht Gehen attraktiv. Wenn Wege sicher, breit und angenehm sind, bewegen sich Menschen freiwillig mehr.
Kurzbeschreibung
Das Projekt „Zu Fuß durch die Stadt Salzburg“ beschäftigt sich mit der Verbesserung und Attraktivierung des Fußverkehrs im urbanen Raum. Die Salzburger:innen gehen bereits viel zu Fuß: Rund 23 Prozent aller Alltagswege werden so zurückgelegt. Dieser Anteil soll noch weiter steigen, indem Gehwege breiter, sicherer und barrierefreier werden und der öffentliche Raum als Begegnungs- und Aufenthaltsraum gestärkt wird. Ein wesentlicher Fokus liegt auf kurzen Alltagswegen, insbesondere Schul- und Begleitwegen. Diese sind meist nur wenige Kilometer lang und könnten grundsätzlich gut zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt werden, werden in der Praxis jedoch häufig mit dem Auto zurückgelegt. Genau hier setzt das Projekt an: Sichere, attraktive und durchgängige Gehsteige & Wege sollen dazu beitragen, dass kurze Wege häufiger zu Fuß zurückgelegt werden. Besonders Kinder profitieren von sicheren Schulwegen, ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer:innen.
Resultate
Bereits heute werden rund 23 Prozent aller Alltagswege zu Fuß zurückgelegt. Die VCÖ-Umfrage „Gehen“ zeigt zudem, dass fast die Hälfte der Salzburger:innen regelmäßig Strecken von zwei Kilometern oder mehr zu Fuß bewältigt. Gleichzeitig werden zentrale Herausforderungen sichtbar: Fehlende Gehwege, unsichere Querungen und unzureichend getrennte Rad- und Fußwege gelten als wesentliche Hindernisse. Rund drei Viertel der Befragten wünschen sich mehr politisches Engagement für den Fußverkehr. Darauf reagiert die Stadt mit konkreten Maßnahmen. Für 2026 sind mehrere Gehsteigprojekte geplant, darunter Verbreiterungen, neue Gehwege, bessere Querungen sowie Entsiegelungen und Begrünungen. Ergänzend werden Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit durch Sitzgelegenheiten und Trinkwasserbrunnen verbessert. Ein konkreter Erfolg des vergangenen Jahres war eine Markierungsoffensive: Durch klare Kennzeichnungen wurden Wege, Querungen und Fußverbindungen im Stadtgebiet verbessert.