Wir verwenden Cookies um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Indem Sie diese Seite nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Sicherheit und Qualität beim Radfahren - ein Service für Gemeinden

Sicherheit und Qualität beim Radfahren - ein Service für Gemeinden
NLK Burchhart

Ziele/Ideen

Da wir im ständigen Austausch mit den Gemeinden stehen, wurde erkannt, dass es z.B. nicht genug qualitative Radständer in den Gemeinden gibt. In der Regel werden sogenannte "Felgenkiller" (Radständer, die nur das Vorderrad halten) aufgestellt, weil sie kostengünstig und einfach zu montieren sind. Diese beschädigen jedoch das Fahrrad an der Speiche, sorgen für keinen festen Stand und die Räder können auch nicht diebstahlsicher abgestellt werden. Daher werden sie erstens von den RadlerInnen nicht gerne/bis gar nicht genutzt und zweitens animieren sie nicht zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad. Dieses Problem ist den meisten Gemeinden nicht bewusst. Nur wenn eine gute, nutzerfreundliche Infrastruktur angeboten wird, steigt auch die Motivation fürs Fahrradfahren. Die Anschaffung der neuen Anlagen (inkl. der Förderung) beruht daher auf der Bedingung, dass die Anlagen gewisse Kriterien erfüllen, um RadlerInnen gute Voraussetzungen zu bieten und um Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren. Ergänzend dazu war es Gemeinden/Städte ein Anliegen, dass bei stark frequentierten Plätzen (z.B. Bahnhöfen) Rad-Service-Stationen für kleinere Radreparaturen zur Verfügung stehen. Diese werden z.B. gerne von PendlerInnen angenommen, die ihr Fahrrad das ganze Jahr über im Einsatz haben (bzw. nur für die Fahrt zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz benötigen) und daher selten damit zu einer Werkstatt kommen. Mit Hilfe von gängigen Werkzeugen, die durch versenkbare Stahlseile gesichert sind, können Reparaturen somit selbst außer Haus durchgeführt werden. Eine Aufhängevorrichtung ermöglicht das Reparieren im Stehen und eine Luftpumpe aus Edelstahl macht schlappe Reifen wieder fit. Dieses Zusatzangebot soll den Radleralltag erleichtern.

Kurzbeschreibung

Das Projekt befasst sich mit der Beschaffung von qualitätsvollen Radabstellanlagen und Rad-Service-Stationen für NÖ Gemeinden und der Bewusstseinsbildung. Hierfür haben das Beschaffungsservice NÖ und RADLand NÖ (beide in der eNu verankert) ein Verfahren entwickelt: Ausgehend von Recherche-Arbeiten und inhaltlicher Themenaufbereitung wurden Workshops mit GemeindevertreterInnen und ExpertInnen/Experten (aus WK NÖ, Radlobby, KfV) abgehalten. Im Rahmen dieser Workshops entstanden Qualitätskriterienkataloge für Abstellanlagen und Rad-Service-Stationen. Ausgewählte Unternehmen, welche die Kriterien erfüllen, durften ihre Produkte bei Veranstaltungen der eNu präsentieren und werden als empfehlenswerte Unternehmen auf www.beschaffungsservice.at kommuniziert. Aufgrund regen Interesses der Gemeinden und im Zuge des 200. Jahr Jubiläums des Fahrrads entschied sich das Land NÖ im heurigen Jahr Förderaktionen für geprüfte Radabstellanlagen und Rad-Service-Stationen für NÖ Gemeinden zu starten.

Resultate

Als Erfolg kann man die rege Beteiligung der Gemeinden und einhergehend die Bewusstseinsbildung bezeichnen. In den Workshops waren 20 GemeindevertreterInnen, Expertinnen und Experten der Radlobby NÖ, des KfV, der Wirtschaftskammer NÖ und vom Land NÖ beteiligt, mit 2 Ausstellungen von Radabstellanlagen inkl. geführten Rundgängen und Vorführungen für Gemeinden (im Zuge der RADLand Erlebniswelt am e-Mobilitätstesttages mit 5.000 BesucherInnen und des Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tages mit 300 BesucherInnen) konnten zahlreiche Menschen für das Thema sensibilisiert werden. Durch die Workshops entstanden "Qualitätskriterienkataloge" als Druckwerk - von 20 Gemeinden mitverfasst und für alle NÖ Gemeinden bereitgestellt. Durch die Bestrebungen und das Interesse der Gemeinden, wurde das Land NÖ auf das Thema aufmerksam und legte für 2017 eine Förderung für Radabstellanlagen (€ 30 pro Stellplatz, max. € 900 pro Gemeinde), sowie für Rad-Service-Stationen (€ 300 pro Station, max. 25% des Bruttoanschaffungspreises) auf. Mittlerweile haben sich schon über 20 Gemeinden zu Radabstellanlagen beraten lassen. Die Meisten befassen sich nun damit im Gemeinderat bzw. haben schon 4 Gemeinden insgesamt 16 neue Anlagen mit 80 Abstellplätzen bestellt und installiert. Zudem konnten 13 Pilotgemeinden für die Errichtung der ersten Rad-Service-Stationen gewonnen werden.

Einreicher

NÖ Energie- und Umweltagentur GmbH
Frau Christa Ruspeckhofer
Grenzgasse 10
3100 St. Pölten

02742 219 19
christa.ruspeckhofer@enu.at

Partner

RADLand NÖ (Abt. Umwelt- und Energiewirtschaft und Abt. Gesamtverkehrsangelegenheiten; NÖ Regional GmbH): Fördergebende Stelle

Kommunalbedarf.at: Vertriebspartner

Radlobby NÖ: Expertise und Interessensvertretung

auf Facebook teilen twittern