Schulstraße Deutschkreutz

Einreichende Institution: Mobilitätszentrale Burgenland
Jahr: 2025
Bundesland: Burgenland
Projektbild 25255

Ziele/Ideen

Es handelt sich um die erste im Burgenland umgesetzte Schulstraße. Sie wurde unter intensiver Beteiligung der Schüler:innen, der Schulleitungen, der Eltern sowie der Gemeinde und der Polizei umgesetzt. Der Auftakt war eine Straßenmalaktion vor der Schule. Die Schüler:innen wurden mittels einer Erhebung zur ihrem Mobilitätsverhalten und ihren Wünschen befragt. Die Eltern wurden in einem Elternabend und die Anrainer:innen mittels Informationsflyer über das Projekt informiert.
Begleitet wurde die Einführung der Schulstraße mit der Bewusstseinskampagne „Schulwegdetektive/in“. Diese regte die Kinder und ihre Eltern mittels kleiner Aufgaben und einem Stempelpass spielerisch dazu an, den Schulweg aktiv zurück zu legen.
Die Umsetzung erfolgte als Teil des FFG Projektes Trans|formator:in, welches die Umgestaltung von Mobilitätsräumen im Sinne nachhaltiger Mobilität zum Ziel hat. Das für Deutschkreutz erstellte Mobilitätskonzept enthielt die Schulstraße als eine zentrale Maßnahme.

Kurzbeschreibung

Seit dem 22. April 2025 gilt in der Schulgasse in Deutschkreutz die erste Schulstraße des Burgenlandes. Von 07:30 bis 08:00 Uhr morgens ist sie ab dem Rotweinweg für Kraftfahrzeuge gesperrt. In dem Zeitraum können Schüler:innen der Volksschule und Mittelschule Deutschkreutz von der neuen Elternhaltestelle aus das letzte Stück des Weges sicher zu Fuß in die Schulen gehen.
Der Großteil der Schüler:innen werden morgens mit dem Auto in die Schule gebracht. Dies führte immer wieder zu Gefahrensituationen vor der Schule. Insbesondere Kinder die zu Fuß, mit dem Scooter oder dem Rad kamen, aber auch aus den Autos aussteigende Kinder, waren betroffen. Zudem ergab eine Umfrage unter den Schüler:innen, dass eine überwiegende Mehrheit ihren Schulweg selbstständig und aktiv zurücklegen möchte. Das Ziel war daher die Verkehrssicherheit vor der Schule zu erhöhen und selbstständige Mobilität zu ermöglichen.

Resultate

Eine Evaluierung des Projektes zeigte, dass der zu- und abfahrende KfZ-Verkehr in der Schulstraße im Zeitraum von 07:30 – 08:00 Uhr um über 80 % reduziert werden konnte. In absoluten Zahlen bedeutet dies eine Reduktion von 96 auf 14 zu- und abfahrenden KfZs. Im gleichen Zeitraum vervielfachte sich die Zahl der Personen, welche zu Fuß, mit dem Scooter oder dem Rad in der Schulstraße unterwegs waren von 3 auf 27 bzw. um 900 %. Davon waren der überwiegende Anteil Fußgänger:innen bzw. Schüler:innen und Begleitpersonen. Diese Ergebnisse wurden ohne physische Absperrung der Schulstraße erreicht.
Das vorrangige Projektziel die Gefahrensituationen in der Schulgasse mittels Verkehrsreduktion zu reduzieren sowie die aktive und selbstständige Mobilität der Schüler:innen zu erhöhen konnte damit erreicht werden.
An der Bewusstseinskampagne „Schulwegdetektive/in“ nahmen zudem alle Klassen der Volksschule Deutschkreutz mit rund 160 Schüler:innen teil.

Einreicher

Mobilitätszentrale Burgenland

Partner

Volksschule Deutschkreutz: Kooperationspartner
Mittelschule Deutschkreutz: Kooperationspartner
Gemeinde Deutschkreutz: Kooperationspartner
VOR: Projektteam

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