Traunbrücke Wels – Schleißheim

Einreichende Institution: Stadt Wels
Jahr: 2025
Bundesland: Oberösterreich
Projektbild 25274

Ziele/Ideen

Die neue Römerbrücke in Wels ist ein Musterbeispiel innovativer Ingenieurbaukunst und moderner Holzbautechnologie. Trotz extremer Herausforderungen – großer Wassertiefe (bis 10 m), beengter Platzverhältnisse und extrem kurzer Bauzeit von nur fünf Monaten – wurde das Projekt termingerecht realisiert. Möglich machten das eine umfassende Vorfertigung, der Einsatz eines schwimmenden Pontons in Kombination mit einem 12-Achsigen Self-Propelled Modular Transporter für höchste Präzision sowie eine präzise Bauablaufplanung. Die dreifeldrige Holzfachwerkbrücke mit 127 m Spannweite kombiniert hohe Tragfähigkeit, und Gestaltung mit nachhaltiger Bauweise: Über 500 m³ Holz speichern CO₂ und stehen für Langlebigkeit und Wartungsarmut. Durch konstruktiven Holzschutz, effiziente Logistik und intelligente Detaillösungen entstand ein zukunftsfähiges Bauwerk, das ökologische, technische und gestalterische Anforderungen vorbildlich vereint – und den modernen Holzbrückenbau auf ein neues Niveau hebt.

Kurzbeschreibung

Die neue, 4 m breite Geh-Radwegbrücke über die Traun in Höhe der Gemeinde Schleißheim bildet einen wichtigen Lückenschluss zwischen den beiden Landesradwegen R4 Traunradweg (von Gmunden nach Asten) und R12 Voralpenradweg (von Marchtrenk nach Aschach an der Steyr). Die Konstruktion besteht weitgehend aus Holz und ist im Stile einer Römerbrücke mit Überdachung erbaut. Durch die Brücke ist es nun auch möglich, bequem und ohne bedeutende Anstiege auf direktem Wege zu Fuß oder am Rad von Schleißheim nach Wels bzw. umgekehrt zu gelangen. Dies verkürzt auch deutlich die Wegezeit und spart CO², weil auf das KFZ getrost verzichtet werden kann. Diese entscheidende Qualitätsverbesserung ist umso größer einzuschätzen, als die bestehende Verbindung zwischen Wels und Schleißheim auf der Südseite Traun über den Schleißheimer Berg auf einer für den Radverkehr sehr schwierigen, gefährlichen und anstrengenden Landesstraße führt.

Resultate

Da seit der offiziellen Eröffnung der „Römerbrücke“ mit dem großen „Römerfest“ am 22.04.2025 noch nicht viel Zeit vergangen ist, werden Zähldaten erst seit einem Monat erfasst. Es wird daher noch etwas Zeit benötigen, um die prognostizierten Steigerungen im Radverkehr auch in Zahlen abgebildet zu sehen.
Seitens Herry Consult – komobile Gmunden wurde für die Einreichung der Radwegeförderung „klimaaktiv mobil“ eine ausführliche Umwelteffektberechnung durchgeführt. Diese ergibt nachfolgende Einsparungen: 157.328 eingesparte Personen-Pkw-km / a, das entspricht 22,755 t CO², 77,978 kg NOx / a, das entspricht 1,022 kg Partikel / a und 91,208 MWh / a – siehe Datei auf externer Cloud!
Bereits der große Andrang von Fußgängern und Radfahrern bei der Eröffnung zeigt das immense Interesse und die überregionale Wichtigkeit des Projektes.

Einreicher

Stadt Wels

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