K!SA – Kindersicherheit auf Augenhöhe!
Jahr: 2025
Bundesland: Niederösterreich
Ziele/Ideen
Das Innovative am Projekt K!SA liegt in mehreren Aspekten:
1. Perspektivwechsel durch ein physisches Gerät
Statt nur theoretisch über kindliche Sicherheit im Straßenverkehr zu sprechen, erleben Erwachsene aktiv, wie eingeschränkt Kinder sehen. Es verändert sowohl die Sichthöhe als auch das Sichtfeld und macht Unsicherheiten unmittelbar sicht- und spürbar.
2. Nutzerzentrierter Ansatz
Das Projekt bringt nicht nur Fachleute oder Entscheidungsträger ins Boot, sondern auch Eltern, Pädagoginnen, Kommunalpolitik und Verwaltung. So wird Sicherheit nicht „für Kinder gedacht“, sondern aus ihrer Sicht neu betrachtet.
3. Einfache, aber wirkungsvolle Technik
Mit einer einfachen Konstruktion aus Spiegeln wird eine große Wirkung erzielt. Der Zugang zur kindlichen Perspektive wird damit niederschwellig – ideal für Workshops, etc.
4. Integration in kommunale Verkehrspolitik
K!SA wird strategisch in Mobilitätsberatungen eingebunden und hilft Gemeinden, sicherheitsrelevante Maßnahmen kind
Kurzbeschreibung
K!SA – Kindersicherheit auf Augenhöhe macht die kindliche Wahrnehmung im Straßenverkehr erlebbar. Erwachsene sehen durch ein „Reverse Periscope“ – zwei Spiegel im 45°-Winkel – die Umgebung aus Kinderperspektive mit reduzierter Sichthöhe und eingeschränktem Sichtfeld. Radland NÖ entwickelte das ursprünglich 2018 von der Global Design Cities Initiative entworfene Gerät weiter. 2024 wurden sieben K!SAs in Kooperation mit dem NÖ Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional in fünf Gemeinden im Zuge von Verkehrsberatungen getestet. Die positiven Rückmeldungen führten zur Weiterentwicklung mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Ab Herbst 2025 stellt Radland NÖ 80 Geräte kostenlos niederösterreichischen Gemeinden und Institutionen zur Verfügung. Ergänzend entstehen neue Infomaterialien zur kindlichen Wahrnehmung sowie ein Kurzvideo zum Perspektivenwechsel im Straßenverkehr.
Resultate
Im Pilotjahr 2024 wurde K!SA in fünf niederösterreichischen Gemeinden im Rahmen von Verkehrsberatungen getestet. Sieben K!SA-Geräte kamen zum Einsatz und wurden von Gemeindemitarbeitende, Eltern- und Schulleitungen sowie politische Entscheidungsträger ausprobiert. Die Tests mit dem K!SA-Periskop führten bei den meisten Teilnehmenden zu einem „Aha-Erlebnis“: Sie waren erschrocken darüber, wie stark die Sicht von Kindern im Straßenverkehr durch parkende Autos, Sträucher und Straßenschilder eingeschränkt ist. Besonders für Autofahrer führte das Projekt zu einer höheren Vorsicht im Straßenverkehr. Das Bewusstsein für die Herausforderungen der kindlichen Wahrnehmung wurde deutlich geschärft.
Partner
NÖ.Regional Mobilitätsmanagement NÖ: Produkttest in den Gemeinden
Rosinak & Partner ZT GmbH: Evaluierung Projektphase 1
Kuratorium für Verkehrssicherheit: gemeinsame Weiterentwicklung des Reverse Periskopes, Input zur Kindlichen Wahrnehmung, Aufbereitung von Informationmaterialien, Evaluierung Stufe 2