PSI – Parking Space Insights
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
Das Forschungsprojekt Parking Space Insights ist ein Vorhaben der yverkehrsplanung GmbH. In Österreich fehlten belastbare, harmonisierte Daten zum ruhenden Kfz-Verkehr, da bestehende Erhebungsmethoden lückenhaft und kostenintensiv waren. Private Parkflächen waren kaum erfasst, und die Koordination zwischen Verwaltungseinheiten gestaltete sich schwierig. PSI entwickelte daher ein österreichweit übertragbares Hochrechnungsverfahren. Auf Basis heterogener Quellen wie OpenStreetMap und Mobilfunkdaten wurde eine qualitätsgesicherte Datenplattform aufgebaut. Daraus leitet das Projekt räumlich und zeitlich differenzierte Kenngrößen ab, um ein kontinuierliches Monitoring des ruhenden Verkehrs zu ermöglichen.
Das Besondere an PSI liegt in der erstmaligen Bereitstellung flächendeckender Kenngrößen für den ruhenden Verkehr in ganz Österreich. Innovative Aspekte sind die Fusionierung von Primär- und Sekundärdaten in einer strukturierten Plattform sowie ein modularer Hochrechnungsansatz, der Ergebnisse durch Gütequalitätsstufen transparent macht. Die Nutzung automatisierter Open-Source-Werkzeuge sorgt für Kosteneffizienz und langfristige Wartbarkeit. Ökologisch trägt das Projekt dazu bei, Parkraummanagement als Maßnahme zur Reduktion von Parkplatzsuchverkehr und Treibhausgasemissionen evidenzbasiert zu planen. Durch Auslastungsdaten können Städte gezielt steuernd eingreifen und öffentlichen Raum nachhaltiger umverteilen.
Mit Stand April 2026 wurde die Datenplattform mit 53 Datensätzen befüllt und das Verfahren in Fallbeispielen validiert. Interviews mit Verantwortlichen aus zehn Städten bestätigten die hohe Relevanz. Akteure wie die ÖBB und AustriaTech steuerten Daten bei, was die Robustheit der Ergebnisse erhöhte. Das Projekt wird Ende Mai 2026 planmäßig abgeschlossen. Geplant ist die institutionelle Verankerung bei AustriaTech zur laufenden Pflege des Monitoringsystems. Mittelfristig soll PSI als standardisiertes Instrument in den nationalen Mobilitätsdatenraum integriert werden, wobei erste Gespräche hierzu bereits stattgefunden haben.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
Technische Universität Graz – Institut für Straßen- und Verkehrswesen: Konsortialpartner (Zuständigkeit: Entwicklung und Validierung Hochrechungsverfahren)
Prisma solutions EDV-Dienstleistungen GmbH: Konsortialpartner (Zuständigkeit: Aufbau harmonisierte Datenplattform)
Trafficon GmbH: Konsortialpartner (Zuständigkeit: Betriebs- und Implementierungskonzept)