NoiseSens – Intelligente Technologien gegen Verkehrslärm
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
NoiseSens – Intelligente Technologien gegen Verkehrslärm ist ein Forschungsprojekt der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH. Das Vorhaben adressiert die zunehmende Belastung durch extremen Verkehrslärm in Ortsgebieten und auf stark frequentierten Achsen. Bisher war es Behörden und Exekutivkräften kaum möglich, einzelne Lärmverursacher im fließenden Verkehr rechtssicher zu identifizieren, da herkömmliche Messmethoden personalintensiv sind und keine automatische Zuordnung leisten. NoiseSens löst dieses Problem durch die automatisierte Kombination von akustischer Sensorik, optischer Fahrzeugerkennung und intelligenter Datenanalyse. Ziel ist eine effiziente, nachvollziehbare Dokumentation von Lärmereignissen, die Kontrollen unterstützt und belastete Regionen entlastet.
Das Innovative an dem Projekt liegt in der erstmaligen Verknüpfung von Mikrofonarrays, Kamerasystemen und KI-basierter Analyse zu einem integrierten Gesamtsystem. Im Gegensatz zu klassischen Methoden ermöglicht diese multimodale Technologie die eindeutige Zuordnung von Lärmspitzen zu einzelnen Fahrzeugen in Echtzeit unter realen Bedingungen. Da besonders laute Fahrzeuge häufig auch höhere Schadstoffemissionen verursachen, trägt die gezielte Identifikation indirekt zur Reduktion von Luftschadstoffen bei. Die Entwicklung berücksichtigt dabei von Beginn an rechtliche und datenschutzrelevante Anforderungen, um eine praxistaugliche Lösung für die digitale Verkehrsüberwachung zu schaffen.
Mit Stand Mai 2026 ist das Projekt fast abgeschlossen. Ein funktionsfähiger Demonstrator wurde unter realen Bedingungen validiert und bereits bei Großveranstaltungen sowie zur Unterstützung der Landesverkehrsabteilung Salzburg bei Schwerpunktkontrollen eingesetzt. Die Reichweite beschränkte sich mit Stand Mai 2026 auf Tests in mehreren österreichischen Bundesländern und regelmäßige Einsätze in Salzburg. Geplant sind der Ausbau zu einer stationären und mobilen Vorserienlösung sowie weitere Pilotanwendungen. Parallel wird die Technologie bei verkehrspolitischen Fachveranstaltungen präsentiert, um Rahmenbedingungen für einen breiteren Regelbetrieb zu entwickeln.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.