Intermodal von A nach B? SELMA zeigt, warum integrierte Mobilität Governance-Strategien braucht.
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
Die Studie „Intermodal von A nach B? SELMA zeigt, warum integrierte Mobilität Governance-Strategien braucht“ ist ein Vorhaben der tbw research GesmbH. Das Projekt untersuchte im Auftrag des Klima- und Energiefonds, warum die digitale Verknüpfung von öffentlichem Verkehr, Sharing- und On-Demand-Angeboten in der Praxis oft scheitert, obwohl technische Lösungen vorhanden sind. Ein zentrales Problem ist die fehlende Sichtbarkeit lokaler Angebote sowie ungeklärte Zuständigkeiten bei Haftung, Datenschutz und Finanzierung. SELMA entwickelte Zukunftsszenarien, führte Stakeholder-Befragungen durch und setzte Pilotprojekte im Bereich Carsharing und Radreisen um, um die Hürden für eine funktionierende multimodale Plattform zu identifizieren.
Das Innovative an SELMA liegt in der Betrachtung integrierter Mobilität als Governance- und Gestaltungsaufgabe statt als rein technisches Digitalisierungsprojekt. Die Studie widerlegt die Annahme, dass technische Schnittstellen allein ausreichen, und zeigt, dass klare rechtliche Rahmenbedingungen und gesicherte Betriebsmodelle entscheidend sind. Durch die Pilotintegration des Carsharing-Angebots „tim“ in Graz über die Plattform wegfinder sowie die Anbindung regionaler Fahrradangebote über cyclebee wurde die praktische Umsetzbarkeit getestet. Diese Maßnahmen stärken die Attraktivität intermodaler Reiseketten und leisten einen indirekten Beitrag zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, indem sie klimafreundliche Alternativen digital zugänglicher machen.
Mit Stand Mai 2026 ist das Projekt abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden als Entscheidungsgrundlagen an das Bundesministerium übergeben und fließen in die Arbeitsgruppe MDMS ein. Eine direkte quantitative CO₂-Einsparung konnte nicht gemessen werden, da die Studie primär als Lernprojekt für die Skalierung von Plattformintegration konzipiert war. Die Reichweite beschränkte sich auf den institutionellen und fachlichen Kontext, wobei mehrere Carsharing-Anbieter die im Projekt genutzte GBFS-Schnittstelle evaluieren. Aufbauend auf den Erkenntnissen wird von 2026 bis 2028 die TOMP-API getestet, um Optionen für eine interoperable Buchung und Bezahlung lokaler Mobilitätsdienste zu erarbeiten.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
Grazer Energieagentur Ges.m.b.H: Wissenschaftliche, prozessbegleitende Evaluation
cyclebee GmbH: Pilot Radreisen – Mobilitätsplattform
iMobility GmbH (wegfinder): Pilot Carsharing – Mobilitätsplattform
IBIOLA Mobility Solutions GmbH: Pilot Carsharing – Buchungsplattform