Active2Public Transport – Multimodale Mobilität zwischen Gehen, Radfahren mit öffentlichem Verkehr im Donaurraum verbessern
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
Es gibt kein vergleichbares Projekt, das in dieser Breite auf die multimodale Kombination von aktiver Mobilität und ÖV fokussiert. Im ersten Jahr 2024 wurde der State-of-the-Art analysiert: u. a. durch eine SWOT-Analyse für 45 Haltestellen unterschiedlicher Größe (Bus und Bahn), eine europaweite Radreise-Befragung in Kooperation mit dem ECF („Danube Cycling Tourist Survey“) sowie Analysen der Wege zu potenziellen Pilot-Haltestellen mit der Walk21-Walkability-App. Ab dem zweiten Jahr 2025 wurden darauf aufbauend von 9 der 11 Partner jeweils mehrere Pilotaktivitäten aus diesen sieben Kategorien umgesetzt: (1) Testaktion „Gönn deinem Auto eine Pause“ (1 Monat mit Gratis-ÖV-Ticket + Gratis-Rad), (2) Straßentransformationen in Ljubljana und Neufeld/L., (3) versperrbare Radboxen an Bahnhöfen in 3 Ländern, (4) Radmitnahme in Bussen (Tests), (5) Hike+Train in Westungarn, (6) Integration von Radmitnahme in eine Ticket-App, (7) integrierte Information in bestehenden digitalen Tools.
Kurzbeschreibung
Active2Public Transport (A2PT) ist ein EU-Interreg-Donauraumprojekt zur Verbesserung der Kombination von aktiver Mobilität (Gehen, Radfahren) mit öffentlichem Verkehr (Bus, Bahn). Es wird von 11 Partnern aus 9 Ländern umgesetzt, unterstützt von 23 assoziierten Partnern (ASPs). Das Multistakeholder-Konsortium umfasst Ministerien, regionale Mobilitäts- und Energieagenturen sowie Verkehrsbetriebe (u. a. GYSEV-Raaberbahn, BID Verkehrsverbund Region Bratislava; aus AT: BMIMI, ÖBB, Land Burgenland, VBB). Zentrale Aktivitäten sind der Wissensaufbau durch Pilotaktivitäten in den Donauraumregionen sowie die Entwicklung maßgeschneiderter Aktionspläne in „A2PT Regional Working Groups“. Ergänzend wurden Good-Practice-Beispiele aus Europa gesammelt und gemeinsam mit den Pilotaktivitäten in einer A2PT-Online-Toolbox (www.active2publictransport.eu) für den Wissenstransfer und zur Inspiration auch nach dem Projektende (Juni 2026) aufbereitet.
Resultate
Im State-of-the-Art wurde der Energieverbrauch im Personenverkehr der 9 teilnehmenden Länder (Odyssee-Mure) analysiert: 94 % (2.059 PJ) entfielen 2022 auf Pkw, 5 % (105 PJ) auf Busse und 1 % (21 PJ) auf die Bahn. Aktive Mobilität wird nicht erfasst, da sie keine Energie verbraucht (durch körpereigene Muskelkraft betrieben). Die Zahlen zeigen die Notwendigkeit der Verlagerung hin zu energieeffizienteren Verkehrsmitteln, insbesondere zur Kombination von aktiver Mobilität und ÖV. (siehe Anhang) Die ECF-Umfrage zum Radtourismus erreichte rund 5.000 Personen in Europa (Schwerpunkt Donauraum). Die Zufriedenheit mit dem Urlaub lag bei Note 4 („Gut“), die Anbindung mit ÖV nur bei 3 („Befriedigend“) – ein klares Ausbaupotenzial (siehe Anhang) An den Pilotaktionen nahmen mind. 50 Personen teil, die einen Monat auf das Auto verzichteten; im Burgenland 10 Personen, davon 7 mit Verhaltensänderung. Die Gesamtevaluierung läuft noch.
Partner
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency: Lead Partner
Verracon GmbH: Projektmanager (im Auftrag der AEA)
Mobilitätszentrale Burgenland: Projektpartner
Public Transport Organisation of Bratislava (SK): Projektpartner
Danube Competence Center (RS): Projektpartner
Ministry of the Environment, Climate and Energy (SI); Partnership for Urban Mobility (CZ); Ministry of Development, Public Works and Administration (RO): Projektpartner
Ministry of the Sea, Transport and Infrastructure (HR): Projektpartner
KTI Hungarian Institute for Transport Sciences and Logistics (HU): Projektpartner