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Auto-Bahn Vision 2050 - Broadacre City 2.0 post-fossil

Ziele/Ideen

In urban-suburbanen Gebieten, wie dem südlich von Graz, hat die Idee der motorisierten Gesellschaft von Frank Lloyds Wright ihre Manifestation gefunden. Wie können Gebiete wie dieses in einem post-fossilem Zeitalter aussehen?

Kurzbeschreibung

"Broadacre City 2.0 stellt in den Zustand einer Stadtregion um das Jahr 2050 dar. Bis dahin sind gemäß dem internationalen Klimaabkommen von Paris (2015) 95% der CO2-Emissionen substituiert. Als Grundlage für das Modell dient ein Gebiet im Süden von Graz. Hier gibt es eine Fülle von Nutzungen, Infrastrukturen und Typologien, die mit dem fossilen Wirtschafts- und Lebensmodell verknüpft sind" (Fiedler, 2018).
Mithilfe eines Visioning-Prozesses wurde dabei für den Teilbereich "Auto-Bahn" ein Konzept entwickelt,
wie die Infrastruktur und die Abwicklung des Verkehrs dort im Jahr 2050 aussehen könnte. Unter der Annahme, dass es keinen motorisierten Individualverkehr mehr auf der Autobahn geben wird, sondern nur überregionalen öffentlichen Verkehr und einen kleinen Anteil Güterverkehr (jener der nicht auf die Schiene verlagert ist), wurde ein Pathway entwickelt, der zu ebenjener Vision führt.

Resultate

Konzepte um die Hauptziele der Vision zu erreichen umfassen:
Autobahn:
Alle verbleibenden Fahrzeuge (LKW+öffentlicher Verkehr) werden autonom fahren, miteinander verbunden sein (platooning) und mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs sein. Das garantiert einen konstant flüssigen Verkehrsfluss. Dadurch wird nur noch ein Fahrstreifen je Richtung (+Pannenstreifen) notwendig sein. Alle anderen Fahrstreifen werden rückgebaut und renaturiert.
Güterterminal/Urban consolidation center:
Spediteure/Frachtführer werden nicht mehr auf das lokale Straßennetz abfahren müssen, sondern können ihre Ware am Terminal an der Auto-Bahn umschlagen. Fracht wird dort gebündelt und anschließend von kleineren Fahrzeugen und Lastenfahrrädern am lokalen Straßennetzwerk verteilt. Das Güterterminal wird durch public-private-partnership organisiert.
Passagierterminal:
Möglichst einfacher und verzögerungsfreier Umstieg vom regionalen öffentlichen Verkehr/Fuß/Fahrrad auf den überregionalen öffentlichen Verkehr auf der Auto-Bahn. Bestehende Brücke wird um Lift und Stiegen ergänzt um einfachen Zugang zu ermöglichen. Fahrten werden beim regionalen und überregionalen öffentlichen Verkehr vorangemeldet um ein Umsteigen ohne Wartezeit zu ermöglichen und den Fahrzeugeinsatz zu optimieren.
Fahrradabstellanlagen: mit der Substitution des Individualverkehrs auf der Auto-Bahn wird auch der motorisierte Individualverkehr im lokalen Straßennetzwerk kontant zurückgehen. Dadurch wird Zufußgehen und Radfahren immer attraktiver. An der Auto-Bahn stellen wir ausreichend sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu Verfügung.

Einreicher

Herr Dominik Schallauer dominik.schallauer@gmail.com

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