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Bike Quality - Qualitätserhebung der Radinfrastruktur Stadt Salzburg

Bike Quality - Qualitätserhebung der Radinfrastruktur Stadt Salzburg
AM-039 2020 Salzburg Research

Ziele/Ideen

Die Stadt Salzburg hat mit dem Smart City Masterplan das Ziel gesetzt mobilitätsbezogene Schadstoffbelastungen drastisch zu reduzieren. Schon jetzt ist Salzburg mit 20% Radverkehrsanteil im Österreichvergleich Spitzenreiter. Jedoch ist deutlich, dass Maßnahmen gesetzt werden müssen, um eine Steigerung des Radverkehrs auf bis zu 24 Prozent zu steigern - nur dadurch können Klimaziele erreicht werden, Verkehr und der Ausstoß von Emissionen muss drastisch reduziert werden. Ein Anstieg von 4 Prozentpunkten hat bereits deutliche Auswirkungen. Diese Verlagerung vom Autoverkehr weg zu Radverkehr reduziert die täglichen Autofahrten in der Stadt um 17.500 und trägt somit zu einer deutlichen Reduktion von 9 Tonnen CO2 pro Tag bei.
  
Die Testung der Radwegequalität ist dabei eine erste entscheidende Maßnahme um:
1. Schwachstellen im Streckenbelag zu erkennen,
2. die Sicherheit von Radfahrenden und VerkehrsteilnehmerInnen maßgeblich zu erhöhen ,
3. nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften und kleine Ausbesserungsarbeiten anstatt flächige Großsanierungen umzusetzen.
4. damit den Anteil von Radverkehr in allen Altersgruppen, vom Kind bis zum Senior, deutlich zu erhöhen!

Kurzbeschreibung

Mit dem Projekt wird erstmals eine ganzflächige Erhebung der Oberflächenqualität und der Radinfrastruktur des gesamten Radnetzes in der Stadt Salzburg ermöglicht.  Dazu wird das gesamte Radnetz in beide Richtungen zehn Mal befahren. Mit der von Salzburg Research entwickelten App „Bike Quality“ kann via Smartphone die Qualität der Radfahr-Infrastruktur geolokalisiert erfasst und überprüft werden. Die App nimmt die Vibrationen und Stöße während der Fahrt auf und speichert sie. Darauf aufbauend können Vorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung von Radwegen abgeleitet werden. Mit Hilfe der aufgezeichneten Smartphone-Sensordaten ist ein Monitoring der Fahrbahnoberfläche möglich, indem die Extraktion von Schlägen und die Fahrbahnunebenheit ausgewertet werden. Zusätzlich können Stopps und die Haltedauer bei Kreuzungen, Fußgängerübergängen und vor Hindernissen erkannt werden. Weiteres werden Gefahren-  und Problemstellen anhand der Feedback- App PinCity durch Hilfe von Crowdsourcing mitdokumentiert.

Im Anschluss werden die Daten mit dem digitalen Straßengraphen (Graphenintegrations-Plattform) referenziert. Diese digitale Vermessung der Radinfrastruktur führt zu einer einzigartigen Datenbasis  und liefert eine Grundlage für künftige Planungen und gezielte Verbesserung der Qualität der Radinfrastruktur.

Resultate

Das Projekt hat schon über die Stadtgrenzen und Ländergrenzen hinauß Interesse geweckt und ermöglichte die Integration der "PinCity App" von Spectos GmbH / TU Dresden. Durch die Integration der Feedback Funktion für die Probandinnen trägt das Projekt direkt auch zur Bewusstseinbildung bei. Das Thema Radverkehr rückt vorallem bei starken Autonutzerinnen merklich in den Vordergrund. Nach nur 2 Wochen wurden bereits mehr als 120 Empfehlunge und Probleme über die Feedback App eingemeldet und ingesamt mehr als 1500km zurückgelegt.

Einreicher

urbanes mobilitätslabor salzburg
Frau Nadin Brunnhofer
Schillerstraße 25 Stiege Nord , 5020 Salzburg
nadin.brunnhofer@salzburg.gv.at
06504150590

https://www.uml-salzburg.at/

Partner

Salzburg Research: Entwicklung der Bike Quality App und serverseitige Verarbeitung der Erhebungsdaten

Z-GIS Salzburg: Aufbereitung der Daten

Spectos GmbH: Entwicklung PinCity App

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