Wir verwenden Cookies um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Indem Sie diese Seite nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

E-CARSHARING AUF DEM LAND. Analyse des raum-zeitlichen Mobilitätsverhaltens und der erneuerbaren Energiebereitstellung für Mobilität anhand ausgewählter ländlicher Gemeinden in Niederösterreich.

Ziele/Ideen

Mobilität ist in Bewegung; neben neuen Antriebstechnologien sind innovative Mobilitätsangebote gefragt. Diese Herausforderungen sind vor allem dort zu bewältigen, wo das öffentliche Nahverkehrsangebot Lücken bei der Deckung der Mobilitätsbedürfnisse aufzeigt und infolgedessen die Wege primär mit dem Auto zurückgelegt werden: im ländlichen Raum. Eine umweltfreundliche Alternative ist Carsharing mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen, deren Ladung mit erneuerbarer Energie erfolgt.

Kurzbeschreibung

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Synergie von zwei innovativen, nachhaltigen Entwicklungsschritten: Elektromobilität als neue Technologie und Carsharing als neues Mobilitätsangebot.
Der Forschungsblick der Diplomarbeit richtet sich auf das klima- und energiefreundliche Mobilitätsangebot E-Carsharing, dessen Einsatz in ausgewählten ländlichen niederösterreichischen Gemeinden nach differenzierten Aspekten erörtert wird. Zentrale Erkenntnisse wurden aus den Nutzungsaufzeichnungen und Befragungsinhalten von Carsharing-NutzerInnen gewonnen. Die Aufbereitung der zeitlichen Perspektive der Energiebereitstellung für Mobilität aus erneuerbaren Quellen rundet den Themenkomplex ab.

Resultate

Die ausgeführte Analyse des Nutzungsverhaltens in Carsharing-Systemen von Personen niederösterreichischer Gemeinden ist als Auszug von Fallbeispielen anzusehen. Die Analyseergebnisse könnten daher bei einer Transformation auf alle niederösterreichischen Gemeinden zu differenzierten Ergebnissen führen. Eine Vielzahl an Einflussfaktoren prägt das Mobilitätsverhalten der NiederösterreicherInnen. Dennoch zeigt die Auswahl der Gemeinden einen Blick auf das Verhalten in Sharing-Systemen mit E-Autos in ländlichen Kommunen.
Neben Fakten wie: eine Fahrt in ländlichen Regionen dauerte zwischen 3,5 und 4 Stunden und erstreckte sich über eine Distanz von 34 bis 38 Kilometern (im Untersuchungszeitraum), ist es sinnvoll, sich mit der Ladung dieser Fahrzeuge mit Energie aus erneuerbaren Quellen auseinanderzusetzen und mögliche Handlungsempfehlungen bei tageszeitlichen Schwankungen zu überlegen. Fakt ist, dass die erneuerbare Energieerzeugung eine volatile Energieerzeugung darstellt. Dies zeigen sowohl der Tages- als auch der Wochenverlauf im Hinblick auf die Leistung der einzelnen Energieerzeuger. Jener Zeitraum, in der mehr als 80% der Fahrzeuge am Standort stehen, liegt an einem durchschnittlichen Tag (im Jahr 2016) zwischen 19 Uhr und 7 Uhr. Diese Zeitspanne entspricht jenem Zeitraum, wo vor allem Energie durch Lauf- und Schwellwasser sowie Wind erzeugt wird. Im Winter zeigt sich in diesem Zeitraum eine verstärkte Erzeugung von Windenergie, im Sommer durch Wasserkraft. Sowohl im Winter als auch im Sommer wird zu diesen festgelegten Stunden kaum Energie aus Solar erzeugt und daher auf die Produktion von Wind und Wasser zurückgegriffen. Solarenergie kann also nur bedingt für das klassische Laden von E-Carsharing-Fahrzeugen herangezogen werden. Ergänzend ist es jener Zeitraum, wo auch ein Großteil der privaten E-Fahrzeuge geladen wird sowie generell die Lastkurve der Haushalte am Abend steigt.

Einreicher

Frau Johanna Hummer
3702 Niederrußbach

auf Facebook teilen twittern