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frachter - Lastentransport per Rad

frachter - Lastentransport per Rad
GV-031 2017 Anton Breuer

Ziele/Ideen

Das Fahrrad hat viele Vorteile: es ist leicht, wendig, gesundheitsfördernd, kommunikativ, günstig, langlebig und ressourcenschonend. Allein wenn es um den Transport von größeren Gütern geht, kommt es schnell an seine Grenzen.
In vielen Fällen wird dann auf das Auto zurückgegriffen. Wo doch Einkaufen mit dem Rad viele Vorteile hätte: Die Nahversorgung wird gestärkt, das unmittelbare Umfeld belebt und der Verkehr insgesamt sinkt.
Kinderanhänger erfreuen sich in unserer Region nach wie vor hoher Beliebtheit - die heutige Ausrichtung der Anhänger als Jogger hat aber die Nutzung als Transportanhänger zunehmend an den Rand gedrängt. Während 20 bis 30 Jahre alter Kinderanhänger dank Aluwanne immer noch als Transportanhänger im Alltag sichtbar sind, verschwinden aktuell Kinderanhänger aus dem Straßenbild, sobald ihnen die eigenen Kinder entwachsen.
Transportfahrräder mögen hier eine teilweise Problemlösung bieten. Jedenfalls haben sie einen hohen Neuigkeitswert. Sie sind aber teuer in der Anschaffung, im Vergleich zu einem Anhänger ressourcenintensiver, weniger flexibel und benötigen mehr Platz. Durch die zunehmende Zahl von E-Bikes kann durch einen geräumigen aber platzsparend zu verstauenden Anhänger mit geringem Aufwand ein ähnlich großes Transportvolumen wie mit einem einspurigen Transportrad geboten werden. Lediglich das Gesamtgewicht und damit die Nutzlast ist durch gesetzliche Regelungen beschränkt. In unserem Fall dank Leichtbau auf gut 50 kg Nutzlast.
Wir vermuten, dass langfristige Nutzungs- und Verhaltensänderungen aber mehr als ein neues Produkt brauchen. Durch die Kombination eines attraktiven Produkts mit einer hohen Identifikation der Nutzer durch den gemeinsamen Zusammenbau, der Gruppendynamik der Selbstbaugruppe und der schnellen Sichtbarmachung im Alltag durch die räumliche Nähe der Selbstbaugruppen wollen wir begleitet durch ein einfaches, selbstfinanziertes Forschungsprojekt innerhalb eines Jahres herausfinden, ob unsere Thesen zu tatsächlicher Verhaltensänderung in der Verkehrsmittelwahl führen. Um die richtigen Schlüsse zu ziehen, wie wir diese Veränderung in den kommenden Jahren bei mehr als 50 Haushalten anstoßen können.
Dazu finden nach dem Zusammenbau drei Befragungen der teilnehmenden Haushalte statt, zusätzlich bieten wir bei Bedarf fachliche Unterstützung, um mögliche Herausforderungen des Umstiegs besser zu meistern.

Kurzbeschreibung

Für unser Projekt "frachter - Lastentransport per Rad" haben wir einen leichten, robusten und sehr geräumigen Fahrradanhänger entwickelt, mit dem wir das Potential für den Transport per Fahrrad mit 50 Haushalten näher beleuchten werden. Die teilnehmenden Haushalte bauen gegen eine Gebühr von EUR 300,- zu Projektbeginn ihren Lastenanhänger in angeleiteten Selbstbaugruppen zusammen und beteiligen sich während des Projektjahres an drei 10-minütigen Befragungen, um die Auswirkungen des Anhängers auf die Verkehrsmittelwahl, die Verkehrssicherheit, die Einkaufsorte und das Freizeitverhalten näher zu ergründen. Der Anhänger ist so konstruiert, dass er in seinen wesentlichen Komponenten kostendeckend lokal hergestellt werden kann. Bei entsprechendem Erfolg werden die Bausätze auch Interessenten in anderen Regionen zur Verfügung gestellt.

Resultate

Zwei Wochen nach Projektstart haben sich bereits 25 TeilnehmerInnnen angemeldet. In den ersten zwei Abendveranstaltungen in Bregenz und Feldkirch wurden bereits 16 Hänger samt Regenverdeck gebaut. Im Laufe der kommenden 8 Monate werden die TeilnehmerInnen in 3 Befragungen zur Häufigkeit, zu praktischen Erfahrungen und zu den Möglichkeiten und Grenzen des Lastentransprort befragt. Mehrere TeilnehmerInnen haben sich in den Tagen nach dem Zusammenbau bereits spontanen zurückgemeldet und sind begeistert: "Habe am Samstag testweise gleich eine Kiste Mineral (Glasflaschen) zum Wochenendeinkauf dazugetan, läuft echt super. Auch die letzten 50 Höhenmeter zu uns nach Hause gehen damit ganz gut. Und überall wird man mit dem Anhänger bestaunt, das ist fast wie mit einer Corvette durchs Dorf cruisen", "Der Hänger war gleich am Wochenende bei einer größeren Grillerei im Einsatz - bin begeistert :-), klappt wirklich gut!!!", "Dank dir auch für die tolle Zusammenbau-Aktion (man lernt immer wieder neue Seiten von scheinbar bekannten Personen kennen)".

Einreicher

kairos Wirkungsforschung und Entwicklung
Herr DI Christoph Breuer
Kirchstraße 35
6900 Bregenz
www.kairos.or.at
0664 88454398
cb@kairos.or.at

Partner

bernhardbreuer produktentwicklung architektur städtebau: Wesentliche Beiträge in der Konstruktion und Erprobung

Vorarlberger Metallzentrum VMZ GmbH: Prototypenbau

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