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Masterplan Radfahren, Burgenland

Masterplan Radfahren, Burgenland

Ziele/Ideen

Aus aktuellen Informationen des VCÖ basierend auf Daten des Verkehrsministeriums geht hervor, dass die BurgenländerInnen 205.000 Wege täglich zurücklegen, um in die Arbeit zu kommen. 17.000 Wege davon werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 23.000 mit dem Öffentlichen Verkehr und 148.000 mit dem Auto zurückgelegt. Auch bei den täglichen Einkaufsfahrten wird der überwiegende Anteil mit dem PKW zurückgelegt. Gleichzeitig wissen wir, dass mehr als die Hälfte der von den BurgenländerInnen zurück gelegten Wege kürzer als 5 km sind. Und hier setzen wir mit unseren Aktivitäten für mehr Alltagsradverkehr an.
Die Charakteristika und Bedürfnisse des Alltagsradverkehrs unterscheiden sich in vielen Belangen von jenen des Freizeitradverkehrs. In diesem Masterplan geht es hautpsächlich um die alltäglichen Wege, die Fahrt zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder auch zu einer Freitzeitaktivität. Hier ist die Fahrt der Weg zum Ziel, während bei Freizeitfahrten und im touristischen Radverkehr die Fahrt an sich das Ziel ist.
Für ein funktionierendes Radverkehrsangebot bedarf es dem Zusammenspiel einer Vielzahl an AkteurInnen, fallen doch der Radverkehr und seine Rahmenbedingungen in die Zuständigkeit unterschiedlicher Gebietskörperschaften. Der vorliegende Masterplan muss das Zusammenwirken der AkteurInnen bestmöglich unterstützen und dabei ein gemeinsamer Leitfaden für ein zielgerichtetes Handeln für den Radverkehr im Burgenland sein.

Kurzbeschreibung

Aufbauend auf der 2014 erstellten Gesamtverkehrsstrategie wird im Masterplan Radfahren das Alltagsradfahren thematisiert. Es werden die verschiedenen Aspekte und Vorzüge des Alltagsradelns, wie z.B Klimaschutz, Kostenersparnis, Gesundheit, Förderung der Regionalität und Infrastruktur aufgezeigt. Der Masterplan wurde in enger Abstimmung mit den relevanten AkteurInnen erstellt.
Ziel ist, die Anzahl der Wege, die im Burgenland mit dem Fahrrad zurückgelegt werden bis 2030 zu verdoppeln. Im Masterplan werden die erforderlichen Schritte und Rahmenbedingungen zur Erreichung dieses Ziels festgelegt. Dabei geht es darum, die Infrastruktur zu verbessern, das Bewusstsein für die Vorteile des Radfahrens zu stärken, Multimodalität zu attraktivieren oder den Komfort durch die verstärkte Nutzung von E-Bikes im Alltagsradverkehr zu vergrößern. AlltagsradlerInnen wollen die schnellste Verbindung zwischen Start und Ziel. Ein wesentliches Leitprojekt des Masterplans sind daher die Radbasisnetze.

Resultate

Leitprojekt: Radbasisnetz - Für Mattersburg als Pilotprojekt wurde bereits ein Radbasisnetz entwickelt.
Leitprojekt: Von klein an sicher unterwegs - 50 Gemeinden, die an einem Mobilitätscheck teilgenommen haben, erhielten jeweils zwei Laufräder für den Kindergarten. Es wurde ein Verkehrssicherheitsparcour angeschafft, der bei Mobilitätsveranstaltungen im Burgenland Kindern das Thema Verkehrssicherheit näher bringen soll. Eine Schulung für PädagogInnen unter dem Titel "Wissen-Erkennen-Handeln" zum Thema klimaverträgliche Mobilität und Verkehrssicherheit ist für Herbst 2018 in Planung.
Leitprojekt: Multimodale Knoten - Bike&Ride-Ausbauoffensive - Bei neuen Bahnhöfen, wie z.B. Neusiedl am See wurden bereits neue Bike&Ride Anlagen errichtet.
Leitprojekt: S-Pedelec Pilotprojekt - Beteiligung am Projekt "POSETIV - Potenzial von S-Pedelecs für eine effektive Mobilitätsalternative.
Leitprojekt: Kommunikationsstrategie Radfahren im Burgenland - Durchführung von Veranstaltungen, wie z.B. "Burgenland radelt in Mattersburg" (Radfest am 18. Mai 2018), "Radelt zur Arbeit"-Pressetermin, etc.
Leitprojekt: Radverkehrskoordination für das Burgenland - Radverkehrskoordinatorin ist die Leiterin der Mobilitätszentrale DI Christine Zopf-Renner
Leitprojekt: Neue Förderkulisse Radverkehr Burgenland - ein Entwurf für eine Förderrichtlinie liegt bereits vor; derzeit laufen Budgetverhandlungen

Das Projekt nützt jeder einzelnen Burgenländerin und jedem einzelnen Burgenländer, weil Radfahren gesund ist, Zeit, Geld und Platz spart und unabhängig macht (vor allem relevant für ältere Menschen und Kinder). Radfahren stärkt auch die lokale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, weil RadfahrerInnen nachgewiesenermaßen treue Kunden der lokalen Nahversorger sind. Radfahren ist umweltfreundlich, erzeugt keine Schadstoffe und kaum Lärm.

Aber auch den relevanten AkteurInnen (Land, Gemeinden, ÖBB, Wohnbauträger, private Gewerbetreibende, etc), die für ein funktionierendes Radverkehrsangebot zuständig sind, hilft der Masterplan, indem er das Zusammenspiel dieser AkteurInnen bestmöglich unterstützt und dabei ein gemeinsamer Leitfaden für ein zielgerichtetes Handeln für den Radverkehr im Burgenland ist.

Einreicher

Regionalmanagement Burgenland GmbH Frau DI Christine Zopf-Renner Marktstraße 3, 7000 Eisenstadt christine.zopf-renner@b-mobil.info +43 2682 21070

Partner

Land Burgenland