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Meine Luft - Reine Luft

Meine Luft - Reine Luft
Foto Melbinger

Ziele/Ideen

Der Trend steigender Motorisierung im Individualverkehr brachte in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Umwelt- und Gesundheitsproblemen mit sich, die durch technische Verbesserungen an Fahrzeugen (z.B. alternative Antriebstechnologien) alleine bis jetzt nicht zufriedenstellend gelöst werden konnten. So gehört der Straßenverkehr noch immer zu den Hauptverursachern für die Luftverschmutzung. Hier sind insbesondere die straßenverkehrsbedingten Emissionen von Schweb- und Feinstaub, aber auch Schadstoffe wie Stickstoffoxide oder Kohlenwasserstoffe von Bedeutung.
Jedes Jahr erreicht die Belastung der Luft durch die meisten Luftschadstoffe im Winter ihren Höhepunkt. Grund dafür ist die dann vorherrschende Witterungssituation in Kombination mit den landschaftlichen Gegebenheiten in der Steiermark. Kalte Luft sinkt in dieser Jahreszeit bei stabilen Wetterlagen nach unten in die Becken und Täler. Bei geringen Niederschlägen und wenig Wind kann es über viele Tage hinweg zu ausbleibendem Luftaustausch kommen. Alle ausgestoßenen Luftschadstoffe sammeln sich dann in dieser kalten, bodennahen Luftschicht. Dadurch werden in diesem Zeitraum die höchsten Konzentrationen von Luftschadstoffen gemessen.
Zentralräume südlich des Alpenhauptkammes, in denen es eine Konzentration von Siedlung, Industrie und Verkehr gibt, sind hiervon besonders betroffen, somit auch Teile der Steiermark und hier v.a. der Großraum Graz.

Da der Umstieg vom PKW auf den öffentlichen Verkehr mit einigen Hemmschwellen versehen ist, dieses Potential aber für die Luftreinhaltung genutzt werden soll, ist eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Einen Ansatz bietet das Projekt „Meine Luft-Reine Luft“.

Kurzbeschreibung

Jedes Jahr erreicht die Belastung der Luft durch die meisten Luftschadstoffe im Winter ihren Höhepunkt. Teile der Steiermark und v. a. der Großraum Graz sind davon besonders betroffen, da die vorherrschende Witterungssituation in Kombination mit der Topographie der Steiermark zu - im österreichweiten Vergleich - hohen Werten bei Luftschadstoffen führen. Einen Anteil davon kann man dem Straßenverkehr zuschreiben. Fahrgäste in Bussen und Bahnen leisten folglich einen wesentlichen Beitrag zur Luftreinhaltung.
„Meine Luft-Reine Luft“ holt diesen Beitrag und das Öffi-Fahren vor den Vorhang. Fahrgästen, die bereits die Öffis nutzen, werden als Dankeschön unterschiedliche Vorteile angeboten und für Personen, die den Umstieg auf Öffis probieren möchten, gibt es Angebote, die dazu motivieren sollen und den Umstieg erleichtern. So gab es im Rahmen des Projekts schon den “Freifahrfreitag“, das „2+1 Einstiegsticket“, den „VIP-Stammgästebonus“ oder das „Mittwochs-Gewinnspiel“.

Resultate

Als großer Erfolg kann die Breitenwirkung des Projekts gesehen werden. „Meine Luft-Reine Luft“ ist steirischen Öffi-FahrerInnen ein Begriff und auch über diese Zielgruppe hinaus durch die umfangreiche Berichterstattung in allen Medien im Winter präsent. In den Bussen und Bahnen lässt sich beobachten, dass die Aktion auch Gesprächsthema ist und sich Fahrgäste gegenseitig auf die Angebote der Aktion aufmerksam machen.
Die Steigerung bei den Fahrgästen beträgt im Aktionszeitraum immer zwischen 4 und 6%. Im Zeitraum November 2018 bis Ende Februar 2019 waren es laut Auswertung des Steirischen Verkehrsverbundes 4 % - das entspricht pro Aktionstag einem Plus von 11.000 Fahrgästen.
Auswirkungen auf die Verminderung der Luftbelastung sind aber natürlich einem ganzen Bündel an Maßnahmen zuzuschreiben, das weit über „Meine Luft-Reine Luft“ und nur den Verkehrsbereich hinausgeht.

Einreicher

Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15 Energie Wohnbau Technik
Herr Dr. Gerhard Semmelrock
Landhausgasse 7, 8010 Graz
gerhard.semmelrock@stmk.gv.at
(0316) 877-4166

https://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/74967208/DE/

Partner

Verkehrsbetriebe im steirischen Verkehrsverbund (ÖBB, Holding Graz u.v.m) vertreten durch Verkehrsverbund Steiermark GmbH: Koordinierung der Abwicklung der einzelnen Angebote des Projekts mit den einzelnen Verkehrsbetrieben

Antenne Steiermark: Michael Brunner

Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark: Mag. Michael Krobath

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