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Perspektive Erdgeschoß

Ziele/Ideen

Als Indikator für soziokulturelle Dynamiken und als Visitenkarte städtischer Milieus ist die Erdgeschoßzone gleichsam Rahmen und Bestandteil des urbanen Lebensraums: Sie organisiert das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage, spielt eine wesentliche Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung und ist ein wichtiger Schauplatz sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Sie leistet einen erheblichen Beitrag für die Aufenthaltsqualität im Straßenraum wie auch für die Mobilitätskultur in der Stadt.
Ein tiefgreifender Strukturwandel der Erdgeschoßzone führt in dicht bebauten Gründerzeitquartieren zu einer Konzentration von Unternutzung oder gar Entfunktionalisierung insbesondere außerhalb fluktuierter Geschäftsstraßen. In Neubaugebieten werden auch eine Homogenisierung der Erdgeschoße und eine daraus folgende Verödung öffentlicher Bereiche deutlich.
In einer perspektivischen Auseinandersetzung mit Entwicklungs- und Handlungsoptionen mit der Erdgeschoßzone müssen die vorhandenen Kräfte in einem sorgfältig angelegten Prozess mobilisiert und über einen kreativen und konstruktiven Dialog gebündelt werden; fokussiert auf neue Nutzungsmodelle und Aktivierungsstrategien ebenso, wie auf das Zusammenspiel zwischen dem Innen und Außen, zwischen Politik und Markt, zwischen zivilgesellschaftlicher Verantwortung und staatlicher Steuerung.

Kurzbeschreibung

«PLATTFORM EG-ZONE» wurde Prozess begleitend konzipiert um einerseits das vorhandene institutionelle Erfahrungswissen für das neue Stadtentwicklungskonzept der Stadt Wien zu bündeln. Andererseits wurden mit relevanten Stakeholdern, Interessensgruppen und Kooperationspartnern in mehreren aufeinander aufbauenden Werkstattgesprächen Hintergründe, Erfahrungen und Erwartungen diskutiert und gemeinsam konzeptionelle Handlungsoptionen zur Entwicklung der Erdgeschoßzonen erarbeitet; An die Werkstattgespräche angedockt und im regen Austausch standen Expertisen zur rechtlichen, immobilienwirtschaftlichen und lokalspezifischen Situation der Erdgeschoßthematik.

Resultate

Als Diskussionsgrundlage und anschauliches Ergebnis einer internationalen Konferenz im Herbst 2011 versammelt die Sonderedition in der Reihe Werkstattberichte der Stadt Wien mittels kurzer wissenschaftlicher, essayistischer wie handlungsgeleiteter Beiträge eine Collage unterschiedlicher Vorschläge. Der Band „Perspektive Erdgeschoß“ sucht Orientierung zu geben für einen aktiven und vernetzten Umgang mit Zukunftsfragen in der Entwicklung der Erdgeschoßzone in Wien. Die Publikation zeigt Modelle und Strategien sowie Best-Practices für alternative, kreative und neue Nutzungskonzepte, die den Straßenraum beleben, Nahversorgung im Wohnumfeld ermöglichen und lange Transportwege durch kleineres Sortiment und lokale Produktionen ersetzen können. Sie versammelt Initiativen und Modelle, die das Zu-Fußgehen anregen wollen, den Austausch zwischen öffentlichen und privaten Bereichen, sowie in der Nachbarschaft stärken. Die Aktivierung der Erdgeschoß-Zone macht nicht motorisierte Fortbewegung in der Stadt möglich, trägt damit zu einer gesunden, ökologischen, sozial innovativen Mobilitätskultur bei.

Einreicher

ifoer, TU-Wien, Department für Raumplanung
Frau DI Theresa Schütz
Karlsgasse 13/2
A-1040 Wien

+43 1 58801 26813
theresa.schuetz@ifoer.tuwien.ac.at

Partner

Martina Rießland MA 18 - Stadtplanung und Stadtentwicklung, Magistrat der Stadt Wien

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