Die Stadtgemeinde Saalfelden setzt ab sofort auf Öko-Diesel HVO100
Jahr: 2026
Bundesland: Salzburg
Die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf den synthetischen Kraftstoff HVO100 ist ein Vorhaben der Stadtgemeinde Saalfelden am Steinernen Meer. Ziel war es, die CO₂-Emissionen der kommunalen Fahrzeuge zu senken, ohne die gesamte Flotte sofort durch teure Neufahrzeuge zu ersetzen. Dazu wurden 70 Diesel-Fahrzeuge des Wirtschaftshofs und der Feuerwehr sowie diverse Aggregate auf HVO100 umgestellt. Dieser Kraftstoff wird zu 100 Prozent aus biologischen Reststoffen wie gebrauchten Speiseölen hergestellt und ermöglicht eine Einsparung von bis zu 90 Prozent der CO₂-Emissionen. Parallel dazu wird der Fuhrpark fortlaufend auf Elektroantrieb umgestellt, sofern technisch möglich.
Das Innovative liegt in der sofortigen Wirksamkeit der Maßnahme für die bestehende Infrastruktur. HVO100 verursacht im Gegensatz zu konventionellem Diesel kaum Ablagerungen im Tank oder Motor, was den Wartungsaufwand langfristig senkt. Zudem entfällt die saisonale Umstellung auf Winterdiesel, da der synthetische Kraftstoff extrem kältebeständig ist. Die 50.000-Liter-Betriebstankstelle des Wirtschaftshofs wurde gereinigt und mit HVO100 befüllt, um auch im Katastrophenfall eine weitgehend CO₂-neutrale Einsatzfähigkeit zu sichern. Diese Kombination aus kurzfristiger Dekarbonisierung durch Kraftstoffwechsel und langfristiger Elektrifizierung zeigt einen pragmatischen Weg zur ökologisch verträglichen Mobilität auf.
Mit Stand Juni 2026 ist die Umstellung abgeschlossen. Alle dieselbetriebenen Einheiten der Stadtgemeinde nutzen seither HVO100. Die Gesamtkosten für die Tankstellenreinigung und den Treibstoffeinkauf beliefen sich auf rund 35.000 Euro. Die Motoren laufen ruhiger, starten verlässlicher und die Abgase sind geruchsneutral, was die Arbeitsbedingungen verbessert. Die Reichweite des Projekts beschränkt sich auf Saalfelden, doch das mediale Interesse war groß. Der Radiosender Ö3 sowie diverse Print- und Onlinemedien berichteten landesweit. Die Gemeinde sieht sich als positives Beispiel für andere Kommunen, um unter Spardruck schnelle Ergebnisse bei der Dekarbonisierung zu erzielen.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.