Digitalisierung nutzen für die Identifizierung hochfrequentierter Schulwege und zur Anordnung verkehrsberuhigender Maßnahmen im Schulumfeld
Jahr: 2026
Der digitale Schulwegplaner der Initiative für sichere Straßen GmbH identifiziert hochfrequentierte Schulwege, um Gemeinden eine objektive Entscheidungsgrundlage für verkehrsberuhigende Maßnahmen zu bieten. Städte stehen vor der Herausforderung, für viele Schulen gleichzeitig sichere Routen zu planen, während herkömmliche manuelle Befragungen zeitintensiv und kostspielig sind. Das Projekt löst dieses Problem durch ein wissenschaftlich validiertes Modell, das Bewegungsströme von Kindern automatisiert berechnet. Die Ergebnisse werden auf einer interaktiven Plattform visualisiert, die Frequenzen und Gefahrenstellen aufzeigt. Dies ermöglicht die gezielte Anordnung von Schulstraßen, Tempolimits und Querungshilfen.
Das Innovative liegt in der Abkehr von fehleranfälligen Umfragen hin zu einer skalierbaren SaaS-Plattform. Netzwerkflussmodelle und Routing-Algorithmen kombinieren verschiedene Datensätze, um Schulwege flächendeckend darzustellen. Eine Validierung erfolgt durch stichpunktartige Online-Befragungen und datenschutzkonforme Radarmessungen. Im Gegensatz zu Momentaufnahmen einzelner Schulen liefert der Ansatz eine Analyse für gesamte Stadtgebiete. Durch die Sicherung der Hauptschulwege wird die gefühlte Gefahr im Straßenraum reduziert, was Eltern zum Verzicht auf das Elterntaxi bewegt. Die Förderung der aktiven Mobilität senkt CO₂-Emissionen und Lärm. Der digitale Ansatz ersetzt zudem papierbasierte Umfragen und schont Ressourcen.
Mit Stand Mai 2026 ist das Modell in vier deutschen Städten angewendet und befindet sich in der Kalibrierung. Die digitale Gefahrenkarte nutzen über 20 Kommunen, der Schulwegplaner ist an mehr als 100 Schulen im Einsatz. Der Ansatz bringt eine Zeit- und Ressourcenersparnis von mindestens 50 Prozent für Stadtverwaltungen. Erste Städte in der Schweiz und Frankreich nutzen den digitalen Ansatz bereits. Da das Projekt als Cloud-Lösung konzipiert ist, kann es mit geringem Aufwand auf andere Regionen übertragen werden. Im Sommer und Herbst 2026 sollen weitere Städte analysiert werden, wobei die Zusammenarbeit mit lokalen Straßenverkehrsbehörden im Vordergrund steht.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.