Donaulimes Welterbe-Radrunde: Aufwertung des Donauradweges durch Erlebnisinszenierung der UNESCO Welterbe-Römerstätten
Jahr: 2025
Bundesland: Oberösterreich
Ziele/Ideen
Kern des Projektes ist die digitale Inszenierung der UNESCO-Stätten durch die Erzählfigur „Severinus“, welcher historische Ereignisse aus seiner Sicht beziehungsweise jener der Bevölkerung „leicht konsumierbar“ erzählt. Jeder Standort erzählt dabei seine eigene kleine Geschichte. Als Reiseleiter fungiert Severinus von Noricum – eine fiktive Figur, die an den Heiligen Severin, einem Diplomaten, Missionar und Wohltäter, geboren um 410 n. Chr., angelehnt ist. Neben der digitalen Inszenierung wurde ein erlebbares Gesamtkonzept mit Beschilderung der neuen Radroute unter dem Namen DONAULIMES-WELTERBE-RUNDE inkl. Übersichtstafeln und Landmarks in Form der Severinus Figur (dienen als Selfi-Points) sowie eine mehrsprachige Darstellung und Digitalisierung der Routenführung umgesetzt.
Kurzbeschreibung
Die Region an der bayerisch-oberösterreichischen Donau für alle Genussradfahrer:innen prädestiniert. Neben Naturschätzen gibt es auf der Tour zwischen Passau und Schlögen auch ein reiches kulturelles Erbe zu entdecken –allen voran die UNESCO-Welterbestätten am Donaulimes. Um auch dem Prädikat UNESCO Welterbe Donaulimes Rechnung zu tragen und dieses auch erlebbar zu machen, wurden die drei Ausgrabungs- und UNESCO Welterbestätten Passau, Oberranna und Schlögen auf einer ca. 80 km langen Radrunde, unter dem Namen DONAULIMES-WELTERBE-RUNDE am Donauradweg entlang Donauradweges mittels einer übergreifenden Erlebnisinszinierung verbunden. Kern des Projektes ist die digitale Inszenierung der UNESCO-Stätten durch die Erzählfigur „Severinus“, welcher historische Ereignisse aus seiner Sicht beziehungsweise jener der Bevölkerung „leicht konsumierbar“ erzählt. Mittels Scans eines QR-Codes, vor Ort bei den Stätten, kann der Gast über sein eigenes Handy in diese Geschichten eintauchen.
Resultate
Das Projekt zielt darauf ab, den nachhaltigen Nächtigungs- und Ausflugstourismus im Donauraum zu stärken und die Region als Aktivurlaubsdestination zu etablieren. Ergebnisse, Wirkungen oder Erfolge des Projekts – auch im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und sozialen Mehrwert lassen sich aufgrund des kurzen Zeitraums seit Fertigstellung des Projektes noch nicht beziffern.
Die Weiterentwicklung des Radtourismus an der Donau unter der Nutzung der Bekanntheit des Leitproduktes Donauradweg hilft für eine stärkere Diversifizierung sowie Neupositionierung des Themas Radfahren an der Donau in Verbindung mit dem UNESCO Gütesigel für die Donaulimes Stätten. Für eine langfristige wettbewerbsfähige Beherbergungsstruktur im österr.-bayer. Donauraum ist eine Produktentwicklung des stationären Nächtigungstourismus als „Kurzurlaub“ essentiell. Die positiven Effekte dieser Tourismusform zeigen sich in verbesserten Preisdurchsetzungen, Saisonverlängerung und Erhöhung von Gästeaufenthaltsdauern.