Gesund unterwegs – In Bewegung bleiben mit Demenz

Einreichende Institution: Stadtgemeinde Leoben
Jahr: 2025
Bundesland: Steiermark
Projektbild 25129

Ziele/Ideen

Mit dem Projekt wird auf ein aktuelles gesellschaftlich relevantes Thema aufmerksam gemacht und Bewusstsein in der Bevölkerung für die Herausforderung der Erkrankung geschaffen. Das Besondere am Projekt ist die partizipativen Erarbeitung der Orientierungshilfen gemeinsam mit Betroffenen und deren Angehörigen. Durch den Fokus und die Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, die mit der Erkrankung einhergehen, wird die Wirksamkeit der Maßnahmen gewährleistet. Die Innovation wird darin gesehen, dass Orientierungshilfen in Form von Beschilderungen, Markierungen oder Ähnlichem konzipiert werden, welche durch Betroffene erprobt werden und danach in anderen Kommunen im öffentlichen Raum eingesetzt werden können.

Kurzbeschreibung

Schätzungen zufolge sind rund 5-8 Prozent der über 60-Jährigen Bevölkerung von einer dementiellen Erkrankung betroffen. Die Prävalenz der Demenz steigt mit dem Alter, daher ist zu erwarten, dass aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Anzahl älterer Menschen, die Zahl der Betroffenen in den kommenden Jahren zunehmen wird. Demenzerkrankte Menschen sind sowohl von motorischen als auch kognitiven Einschränkungen betroffen, wobei vor allem das Erinnerungsvermögen und die Orientierung mit dem Fortschreiten der Erkrankung abnehmen. Daher ist es wesentlich, Rahmenbedingungen in den Kommunen zu schaffen, um für Betroffene mehr Selbstbestimmtheit und Autonomie zu ermöglichen. Ziel des Projekts ist es, geeignete Orientierungshilfen und Infopoints im öffentlichen Raum zu schaffen, um die Mobilität und soziale Teilhabe demenzerkrankter Menschen zu fördern. Dabei sollen die Orientierungshilfen partizipativ mit den Betroffenen und Angehörigen konzipiert werden.

Resultate

Der Erfolg kann noch nicht gemessen werden, da das Projekt erst durchgeführt wird, jedoch kann die Relevanz des Themas aufgezeigt werden. Die Stadt Leoben hat im September 2024 das Netzwerk “Demenzfreundliche Stadt Leoben” implementiert. Im Netzwerk sind lokale Akteur:innen aus dem Gesundheits- und Pflegesektor vertreten, die sich alle für demenzfreundliche Rahmenbedingungen bemühen. Im Netzwerk wurden nach einem Soll/Ist-Vergleich Arbeitsgruppen definiert und Maßnahmen abgeleitet. Der demenzfreundliche öffentliche Raum ist eine Maßnahme daraus. Das Netzwerk besteht aus rd. 25 unterschiedlichen Institutionen und Akteur:innen. Im Rahmen des Projektes wurden Indikatoren festgelegt, die fortlaufend evaluiert werden und mit denen die Wirksamkeit bzw. die Erfolge am Ende des Projektes gemessen werden (Anzahl der Teilnehmer:innen, Anzahl der erreichten Personen durch Öffentlichkeitsarbeit, Anzahl der Schulungsteilnehmer:innen und kooperierenden Unternehmen).

Einreicher

Stadtgemeinde Leoben

Partner

Fachpraxis Kieselstein: Demenzexpertinnen
Kampus Raumplanungs- und Stadtentwicklungs-GmbH: Konzeption und Evaluierung

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