ID-based Ticketing im Verkehrsverbund Vorarlberg – Vom Piloten zum landesweiten Rollout
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
ID-based Ticketing im Verkehrsverbund Vorarlberg ist ein Projekt des Verkehrsverbund Vorarlberg, das den Zugang zum öffentlichen Verkehr durch digitale Technologien vereinfacht. Bisher erschwerten komplexe Tarifsysteme, Bargeldhandling und Medienbrüche die Nutzung für Gelegenheitsfahrgäste und Touristinnen und Touristen. Das Projekt führt ein Open-Loop-System ein, bei dem Fahrgäste Bankkarten, Smartphones oder Smartwatches an Validatoren halten. Ein anonymisiertes Token dient als Fahrtberechtigung, während die Abrechnung automatisch im Hintergrund erfolgt. Dies eliminiert den klassischen Ticketkauf und reduziert die Einstiegshürden erheblich.
Das Innovative liegt in der Kombination aus Open-Loop-Technologie und einer ganzheitlichen Systemtransformation. Durch die Tarifreform VMOBIL 2026 mit der neuen Raum-Zeit-Logik wird ein reines Check-in-only-Modell ermöglicht. Fahrgäste benötigen weder eine App noch eine Registrierung. Das System garantiert Bestpreise und automatisches Tagescapping im Backend, was Vertrauen schafft und spontane Fahrten fördert. Ökologisch entlastet die Papierlosigkeit die Umwelt, da Thermopapier entfällt. Schnellere Fahrgastwechsel reduzieren Verspätungen und machen den öffentlichen Verkehr konkurrenzfähiger gegenüber dem Auto.
Mit Stand Mai 2026 läuft der erste Pilot auf den Arlberg-Linien stabil, wobei Barzahlungen um über 80 Prozent gesunken sind. Im Juni 2026 wird die Tarifreform eingeführt, gefolgt vom zweiten Piloten in Dornbirn und Bregenz im Juli 2026. Dieser nutzt einen anderen Systemlieferanten, um eine breite Vergleichsbasis für die Anbieterauswahl zu schaffen. Geplant ist der landesweite Rollout ab 2027 auf 420 Busse und 30 Züge mit rund 128 Millionen Beförderungen pro Jahr. Eine geplante Prepaid-Karte soll zudem Menschen ohne Bankkarte den Zugang ermöglichen.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
Krauth: Systemlieferant
Mera: Systemlieferant
Probst & Konsorten: Tarifentwicklung