Rad-Schulcheck
Jahr: 2026
Bundesland: Kärnten
Ziele/Ideen
Das Innovative am Rad-Schulcheck 2025 ist die erstmals flächendeckende und standardisierte Bewertung der Fahrradfreundlichkeit aller Kärntner Schulen ab der 5. Schulstufe. Das Projekt verbindet Infrastruktur-Check, Schulweg-Analyse und Mobilitätsbefragungen in einem einheitlichen Kriterienkatalog und schafft damit eine objektive Datengrundlage für Gemeinden, Schulen und Politik. Bewertet werden nicht nur Radabstellanlagen, sondern auch sichere Erreichbarkeit, Gefahrenstellen und das Schulumfeld. Die Datenerhebung erfolgt digital mittels Online-Tool und Vor-Ort-Befahrungen durch regionale Expert:innen der Radlobby. Besonders innovativ ist die Kombination aus landesweiter Analyse und konkreter Umsetzungsbegleitung: Schulen mit besonderem Handlungsbedarf erhalten vertiefende Beratungen und Maßnahmenvorschläge. Das Projekt macht Mobilitätsarmut sichtbar und zeigt praxisnahe Lösungen für sichere, klimafreundliche und selbstständige Schulmobilität auf.
Kurzbeschreibung
Der Rad-Schulcheck 2025 der Radlobby Kärnten und des Klimabündnis Kärnten bewertet erstmals flächendeckend die Fahrradfreundlichkeit von Schulen ab der 5. Schulstufe in Kärnten. Untersucht wurden 101 Schulstandorte hinsichtlich sicherer Erreichbarkeit, Qualität der Radabstellanlagen und Gestaltung des Schulumfelds. Ziel des Projekts ist es, aktive und selbstständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen zu fördern, Mobilitätsarmut zu reduzieren und die Verkehrssicherheit am Schulweg zu verbessern. Aufbauend auf einem standardisierten Kriterienkatalog wurden konkrete Handlungsempfehlungen für Schulen, Gemeinden und Politik entwickelt. Ergänzend fanden an ausgewählten Schulen Mobilitätserhebungen und Beratungen statt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Defizite bei Radwegen und Abstellanlagen, liefern aber zugleich eine wichtige Datengrundlage für zukünftige Investitionen in sichere und klimafreundliche Schulmobilität.
Resultate
Der Rad-Schulcheck 2025 hat erstmals eine flächendeckende Datengrundlage zur Fahrradfreundlichkeit von Schulen in Kärnten geschaffen. Insgesamt wurden 101 Schulstandorte systematisch bewertet. Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf: Rund zwei Drittel der Schulen verfügen über zu wenige Radabstellplätze, 87 % bieten keine qualitativ hochwertigen Radständer und vielerorts fehlen sichere Radverbindungen. Gleichzeitig konnten positive Beispiele sichtbar gemacht und konkrete Handlungsempfehlungen für Gemeinden und Schulen entwickelt werden. Ergänzend wurden an zehn Schulen vertiefende Mobilitätsbefragungen durchgeführt. Diese zeigen, dass viele Jugendliche gerne häufiger mit dem Fahrrad zur Schule fahren würden, jedoch Sicherheitsbedenken und fehlende Infrastruktur sie daran hindern. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität, Verkehrssicherheit, Gesundheitsförderung und sozialer Teilhabe junger Menschen.
Partner
Klimabündnis Kärnten: Projektpartner
Kärntner Klima- und Energiemodellregionen: Kooperations-Partner