Re-use-bike für nachhaltige Mobilität
Jahr: 2025
Bundesland: Burgenland
Ziele/Ideen
Das Projekt kombiniert klimafreundliche Mobilität mit der Wiederverwendung bestehender Ressourcen und einer niederschwelligen Weiternutzung. Dadurch entsteht ein nachhaltiges Modell, das Mobilität, Ressourceneffizienz und gesellschaftlichen Mehrwert wirkungsvoll vereint.
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partner:innen, wie beispielsweise dem Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) und der Hochschule Burgenland.
Dabei werden gezielt Impulse für eine umweltbewusste Mobilitätsform und Ressourcenschonung gesetzt sowie das Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten gestärkt, indem ausrangierte Produkte sinnvoll in den Nutzungskreislauf zurückgeführt werden, anstatt als Abfall zu enden.
Kurzbeschreibung
Das Burgenland war Vorreiter bei der Einführung des Leihradsystems „Nextbike“ und setzte frühzeitig ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Nach Ablauf des langjährigen Vertrags hätten ca. 100 Fahrräder ausrangiert werden sollen. Um die drohende Entsorgung dieser Ressource zu verhindern, wurde von der Mobilitätszentrale das Projekt „Re-use-bike, nachhaltige Mobilität“ initiiert. Ziel des Projekts ist es, die Lebensdauer der vorhandenen Fahrräder durch fachgerechte Wiederaufbereitung zu verlängern und sie im Sinne des Gemeinwohls erneut nutzbar zu machen.
Allgemeine Ziele:
1) Förderung nachhaltiger Mobilität und Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Wiederverwendung vorhandener Ressourcen anstelle von Neuproduktion sowie Verlängerung des Produktlebenszyklus.
2) Sensibilisierung der Öffentlichkeit – insbesondere junger Menschen – für umweltbewusste Mobilitätsformen und Ressourcenschonung.
3) Sozialer Mehrwert durch Bereitstellung kostenloser oder leistbarer Mobilitätsangebote.
Resultate
Bewusstseinsbildung: Durch das Rebranding der Fahrräder ist eine klare Wiedererkennbarkeit gewährleistet. Bereits beim Einsatz der ersten zehn Räder zeigt sich, dass sie im Stadtbild positiv auffallen und die Bewusstseinsbildung im Sinne nachhaltiger Mobilität stärken.
Ressourcenschonung:
Durch die Wiederverwendung statt Entsorgung dieser Fahrräder können mehrere hundert Kilogramm an potenziellem Abfall vermieden und wertvolle Ressourcen eingespart werden.
Für die Herstellung eines neuen Fahrrads (inkl. Rahmen, Komponenten, Logistik) wird ein geschätzter CO₂-Fußabdruck von mindestens 150–250 kg CO₂ pro Stück angenommen. Durch den re-use von 100 Fahrrädern werden somit ca. 15–25 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart.
Emissionsvermeidung: Bereits die Wegstrecke Hochschule zum Ortskern Eisenstadt entspricht einem CO2-Ausstoß per Pkw von 0,56 kg. Beim täglichen Einsatz (5 Tage) werden bereits mit den ersten 10 Rädern 56 kg CO2-Ausstoß eingespart.
Partner
Schulungszentrum (BUZ): Trainer (Re)cycle- und Fahrradwerkstatt
Hochschule Burgenland: Leiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit
Hochschule Burgenland: Studiengangsleiterin International Sustainable Business