TRANSFLIGHT – Shaping the future of air travel

Einreichende Institution: Institut für Umweltsystemwissenschaften, Universität Graz
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark

TRANSFLIGHT – Shaping the future of air travel ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz. Der Flugverkehr zählt zu den emissionsintensivsten Verkehrsmitteln und verzeichnet ein starkes Nachfragewachstum, dem kurzfristig nur begrenzte technologische Alternativen gegenüberstehen. Bestehende soziale Normen und institutionelle Strukturen erschweren zudem klimafreundliches Reiseverhalten. Das Projekt untersuchte Freizeit-, Geschäfts- und akademische Flugreisen anhand von Umfragen, Interviews und Emissionsmodellierungen. Ziel war es, empirisches Wissen für wirksame politische Maßnahmenpakete zu schaffen, die gesellschaftliche Fairness berücksichtigen.

Das Besondere an TRANSFLIGHT liegt in der konsequenten Nachfrageperspektive, die der vorherrschenden Fokussierung auf technologische Lösungen entgegensteht. Die Ergebnisse zeigen, dass isolierte Maßnahmen wie Steuern oder nachhaltige Flugkraftstoffe allein nicht ausreichen, um das prognostizierte Nachfragewachstum bis 2030 zu kompensieren. Stattdessen werden umfassende Maßnahmenpakete empfohlen, deren Akzeptanz maßgeblich von der wahrgenommenen sozialen Gerechtigkeit abhängt. Durch die Verbindung quantitativer Verhaltensforschung mit qualitativer Sozialforschung und intensiver Stakeholder-Integration entstand praxisrelevantes Wissen. Dies trägt dazu bei, die Debatte über die Reduktion von Flugemissionen sachlich zu führen und klimaverträglichere Praktiken zu fördern.

Mit Stand Juni 2026 ist das Projekt abgeschlossen, die wissenschaftliche Aufarbeitung läuft jedoch weiter. Drei Fachartikel sind bereits erschienen, weitere Manuskripte werden im Jahr 2026 eingereicht. Die Ergebnisse informierten bereits Reiserichtlinien an der Universität Graz und der Universität Bergen. Die Befunde wurden in nationalen Medien rezipiert und auf internationalen Fachveranstaltungen vorgestellt. Die entwickelten Ansätze sind auf weitere österreichische Universitäten übertragbar und bilden die Grundlage für Folgeprojekte zu Carbon-Lock-In-Dynamiken im Verkehrssektor. Die Reichweite erstreckt sich auf nationaler und europäischer Ebene, da koordinierte Politikansätze für die Verkehrsdekarbonisierung erforderlich sind.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Institut für Umweltsystemwissenschaften, Universität Graz

Partner

Centre for Climate and Energy Transformation (CET), Universität Bergen: Projektpartner

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