Überbetriebliches Mobilitätsmanagement Rossau
Jahr: 2025
Bundesland: Tirol
Ziele/Ideen
Innovativ an dieser Maßnahme ist der Bottom-up-Ansatz: Statt ausschließlich auf infrastrukturelle Großmaßnahmen zu setzen, stärkt diese Maßnahme gezielt die Selbstwirksamkeit der Betriebe im Bereich (über-)betriebliches Mobilitätsmanagement. In einem Gebiet mit über 1.000 Betrieben wurde erkannt, dass nachhaltige Mobilität auch ohne sofortige bauliche Eingriffe möglich ist – durch Wissenstransfer, Vernetzung und gemeinsame Lösungen. Das seit Juli 2024 aktive Quartiersmanagement fungiert dabei als Katalysator: In Einzelgesprächen und durch gezielte Veranstaltungsformate werden Betriebe sensibilisiert und aktiviert. Die Infoveranstaltung im Herbst 2024 – inklusive Expert:innen-Inputs, Best-Practice
Kurzbeschreibung
Ein zentraler Baustein der Standortoffensive Rossau für das 160 Hektar große Gewerbegebiet ist die Stärkung der Selbstwirksamkeit der Betriebe. Aufgrund der hohen Betriebsdichte und der gemeinsamen Herausforderungen – wie Staus, fehlender ÖV-Anbindung und unzureichender Radinfrastruktur – wurde erkannt, dass viele Maßnahmen bereits jetzt von Unternehmen angegangen werden können. Darunter fällt auch das Thema (über-)betriebliches Mobilitätsmanagement. In Einzelgesprächen wurde durch das Quartiersmanagement seit ihrem Start im Juli 2024 immer wieder darauf verwiesen. Im Herbst 2024 fand dazu, in Kooperation mit der Stadt Innsbruck, eine Veranstaltung für Betriebe statt, wo sie sich zu diesem Thema informieren konnten, Inputs von ExpertInnen gegeben wurden und anhand eines moderierten Couchgesprächs die Hürden und Chancen anhand von Innsbrucker Betrieben gezeigt wurden. Zum Abschluss gab es noch einen mobilcheck tirol des Klimabündnisses Tirols zu gewinnen.
Resultate
Es wurde bei den Betrieben betriebliches und überbetriebliches Mobilitätsmanagement als wirkungsvoller Hebel erkannt, um die verkehrlichen Herausforderungen des 160 ha auch selbstwirksam anzugehen. Einzelne Betriebe sind mit diesen Herausforderungen oft überfordert – daher setzt das Projekt auf Vernetzung und gemeinsame Lösungen. Seit Juli 2024 unterstützt ein Quartiersmanagement Betriebe bei der Entwicklung eigener Mobilitätsmaßnahmen. In der Veranstaltung im Herbst 2024 wurden Good-Practice-Beispiele vorgestellt, Fachinputs gegeben und mit dem mobilcheck tirol ein konkretes Umsetzungsinstrument präsentiert. Nach der Veranstaltung kamen viele Betriebe auf das Quartiersmanagement zu mit Fragen rund um die Möglichkeit der Errichtung einer Stadtrad-Station bei ihrem Betriebsareal. Die Errichtung der Station wurde nun bereits von einem Unternehmen zugesagt, weitere sind in der Planungsphase.
Partner
Stadt Innsbruck, Amt für Stadtplanung, Mobilität und Integration: Kooperationspartner