Vom temporären Pop.up.Dorfplatz zur dauerhaften Begegnungszone mit Tempo 30
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
Die Umgestaltung des Dorfplatzes in Hittisau ist ein Projekt der Gemeinde Hittisau. Der zentrale Platz diente zuvor als Parkplatz für bis zu 18 Fahrzeuge und lag in einem stark frequentierten Verkehrsraum, der durch hohe Geschwindigkeiten und Verkehrslärm belastet war. Besonders Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende waren durch Unfälle gefährdet. Zur Lösung dieser Probleme wurde der öffentliche Raum umfassend neu gestaltet. Kernmaßnahmen sind die Einführung einer Begegnungszone mit Tempo 30 auf einem Abschnitt der Landes- und Gemeindestraße sowie die Errichtung von Interventionspunkten an den Ortseinfahrten. Der ehemalige Parkplatz wurde auf rund 570 Quadratmetern entsiegelt und zu einem Aufenthaltsraum mit sieben neuen Bäumen, Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellanlagen und einem Trinkwasserbrunnen umgewandelt.
Das Besondere an dem Vorhaben ist der ganzheitliche Ansatz, der Verkehrsberuhigung mit kulturellen und ökologischen Aspekten verbindet. Eine zentrale Innovation war die fünfjährige Pop-up-Phase von 2021 bis 2025. In dieser Zeit wurde der Platz während der Sommermonate temporär in einen Begegnungsraum umgewandelt, was der Bevölkerung die Vorteile einer autofreien Zone unmittelbar erfahrbar machte. Dieser Prozess schuf breite Akzeptanz für die dauerhafte Umgestaltung. Ökologisch trägt das Projekt durch die Entsiegelung zur Regenwasserversickerung und zur Reduktion der sommerlichen Hitzebelastung bei. Die neuen Bäume verbessern das Mikroklima, während die Tempo-Reduktion die Sicherheit für den aktiven Mobilitätsverkehr erhöht.
Mit Stand Juni 2026 ist das Projekt fast abgeschlossen. Die Baumaßnahmen begannen im September 2025 und sollen bis Ende Juli 2026 beendet sein. Die Pop-up-Phase führte zu einem deutlichen Wandel in der politischen Unterstützung, die von einer knappen Mehrheit zu einem einstimmigen Beschluss wurde. Der Dorfplatz wird nun als konsumfreier Ort für Märkte, Konzerte und spontane Treffen genutzt. Die Umsetzung einer Begegnungszone auf einer Landesstraße hat über die Gemeindegrenzen hinaus Aufmerksamkeit erlangt. Das Projekt dient als Vorbild für andere Gemeinden, die ihre Ortszentren durch die Kombination aus Verkehrsberuhigung, Entsiegelung und Bürgerbeteiligung sicherer und klimafreundlicher gestalten möchten.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.