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Walk&Feel - Neue Messmethoden für die Erfassung und Bewertung der Walkability

Walk&Feel - Neue Messmethoden für die Erfassung und Bewertung der Walkability
Peter Zeile, Karlsruhe Institute of Technology

Ziele/Ideen

Der „Masterplan Gehen“ beinhaltet umfassende Maßnahmen, um das Zufußgehen in Österreich attraktiver zu machen. Wesentliche Handlungsfelder sind u.a.
Infrastrukturverbesserung sowie fußgängerfreundliche Verkehrs-, Siedlungs- und Städteplanung. Dennoch sinken die Modal Split-Anteile der zu Fuß zurückgelegten Wege stetig in beinahe allen Bundesländern. Gängige Methoden der Mobilitätsforschung können Aufschluss geben, welche Wege bevorzugt werden, aber nicht wie diese empfunden wurden. Der schwierige Ansatz, subjektive Eindrücke mit einer objektivierbaren Messmethode zu verbinden, wurde in der Mobilitätsforschung nur vereinzelt bzw. gar nicht durchgeführt. Um Fortschritte in Richtung einer Fußgänger-freundlichen Planungspraxis zu erzielen, sind neue und bestehende, verlässliche und praxistaugliche Methoden und Technologien zur umfassenden Bewertung der Walkability zu kombinieren, um auf Basis verschiedener Parameter die Verlässlichkeit der generierten Information zu steigern.

Kurzbeschreibung

Gehen ist gesund, fördert soziale Kontakte und ist Grundvoraussetzung der Mobilität: jede Ortsveränderung beginnt und endet mit einer Strecke zu Fuß. Fußwege werden jedoch statistisch immer noch unzureichend erfasst. „Walk&Feel“ hat zum Ziel, die Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger zu verbessern. Somit soll die Lebens- und Aufenthaltsqualität im urbanen Raum erhöht sowie gleichzeitig die positiven Wirkungen des Gehens im Gesamtverkehrssystem hervorgehoben werden. Dies kann nur durch eine umfassende und hochwertige Datenbasis zur Bewertung der Fußwegequalität (Walkability) geschehen. Neue technologische Entwicklungen in Form von Sensoren ermöglichen es, die physiologischen Reaktionen in einer bestimmten Situation aufzuzeichnen und zu kartieren, wodurch Rückschlüsse auf die Wahrnehmung in diesen Räumen gezogen werden können. Durch die Zusammenführung subjektiver mit objektiven Messmethoden werden die Wahrnehmungen in Bezug zur baulichen Umgebung erfasst und in der Folge die Walkability bewertet.

Resultate

Walk&Feel zeigt vielfältige Wirkungen – sowohl in der Grundlagenforschung, der Lehre als auch zur Unterstützung der Planungspraxis. Der Demonstrator für den Walk&Feel-Webclient vergleicht alle Datenquellen miteinander und ermöglicht eine Darstellung der miteinander kombinierten Daten und deren Weiterbearbeitung. Die Methodik eignet sich zur Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern in Planungsprozessen ebenso wie zur Identifikation von Stress- und Wohlfühl-Räumen: die Attraktivität von Infrastruktur für Fußgänger ist datengetrieben bewertbar und Richtlinien für die Fußwege-Neuplanung sind ableitbar. Damit können im Vorfeld von Entwurfsplanungen belastbare Planungsgrundlagen bereitgestellt werden und auch Richtlinien für die Fußwege-Planung abgeleitet werden. Neben der aggregierten Darstellung als Planungsbasis können Rückkopplungen zum eigenen Tracking für die individuellen Nutzer – bei Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen – Aufschluss über die persönliche Wegewahl geben.

Einreicher

PRISMA solutions EDV-Dienstleistungen GmbH
Frau Dipl.-Ing. Cornelia Draxler
Klostergasse 18, 2340 Mödling
cornelia.draxler@prisma-solutions.at
+436648665518

www.prisma-solutions.com

Partner

PRISMA solutions EDV-Dienstleistungen GmbH: Lead Partner

TU Wien, Fachbereich Verkehrssystemplanung: Projektpartner

Universität Salzburg, Fachbereich Geoinformatik: Projektpartner

Karlsruher Institut für Technologie: Projektpartner

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