Erweiterung Volksgarten und Traunufer Wels
Jahr: 2025
Bundesland: Oberösterreich
Ziele/Ideen
Das Projekt ist ein herausragendes Entsiegelungsprojekt im Stadtzentrum: 39.000 m² gebundene Fläche werden in Vegetationsflächen umgewandelt. Mit dem Abriss der Messehallen rückt der Volksgarten und damit auch die Stadt an die Traun. Ein Freiraum mit einem Wald- und Wasserspielplatz, Sportanlagen sowie einer großen Liege- und Freizeitwiese, gerahmt von schattenspendenden Alleen entsteht anstatt versiegelten Parkplätzen und Hallen. Ungefähr 500 neue, klimafitte Bäume strukturieren den Raum und schaffen schattige Partien und Wege. Aufgrund der Lage im Bereich einer Kaltluftschneise trägt der erweiterte Park wesentlich zur klimatischen Verbesserung des Stadtklimas bei: Aus einer Hitzeinsel wird ein kühlender Erholungsraum. Die biologische Vielfalt wird durch die Schaffung von „Trittstein“-Lebensräumen für verschiedene Arten gestärkt. Durch die Verwendung einer großen Vielfalt von Pflanzenarten verbessert der Park die ökologische Widerstandsfähigkeit der städtischen Umwelt.
Kurzbeschreibung
Das Projekt hat die Erweiterung eines bestehenden, öffentlichen Gartenfreiraumes zum Ziel, der für alle Welserinnen und Welser Identität seit seiner Entstehung als bürgerlicher Park von Wels ist. Die Erweiterung des Volksgartens ist die Chance, diesem historischen Freiraum seine ehemalige Bedeutung wiederzugeben.
Das Projekt umfasst einerseits den Abbruch bestehender alter Messehallen und Parkplätze sowie andererseits eine harmonische Integration einer neuen Gartenanlage in bereits bestehende, angrenzende Freiräume wie dem Tiergarten, dem Stadtpark, dem Umfeld des Science Center Welios, sowie des Treppelweges. Das zu Grunde gelegte Verkehrskonzept sieht eine Auflassung einer Verbindungsstraße zugunsten eines Freiraums sowie eine wesentliche Verbesserung der bestehenden Infrastruktur für aktive Mobilität vor.
Resultate
Das Projekt wurde auf Basis von zwei Bürgerbeteiligungsprozessen entwickelt. Die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen wurden im Gemeinderat der Stadt Wels beschlossen. Die Auflösung der Verbindungsstraße ist mit einer Trassenverordnung lt. OÖ. Straßengesetz vollzogen. Grundlage war ein zweistufiges Vergabeverfahren, bei dem ein Generalunternehmer ermittelt wurde.
Die Stadt hat sich weiters um die Ausrichtung der OÖ. Landesgartenschau auf dem noch zu errichtenden Areal beworben.
Positive ökologische Auswirkungen des Projektes liegen in der großflächigen Entsiegelung wie auch in der räumlichen Lage einer Kaltluftschneise.
Der soziale Mehrwert liegt einerseits in der Erweiterung einer beliebten Gartenanlage mit wichtigem Bezug zur Welser Geschichte, in zentraler Lage sowie der Aufwertung und Neuinterpretation des Traunufers als sozialer Ort am Wasser. Ein vielfältiges, nutzungsoffenes Angebot im Bereich Freizeit und Sport soll unterschiedlichsten Nutzergruppen gerecht werd