Cycle Champ 2.0
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
Ziele/Ideen
Das Besondere am Projekt „Cycle Champ 2.0 XAL“ liegt in der ganzheitlichen und nachhaltigen Herangehensweise an die Förderung aktiver Mobilität. Im Unterschied zu punktuellen Einzelmaßnahmen kombiniert das Projekt gezielt strukturelle Verbesserungen – wie Infrastruktur, Integration in das BGF-Programm und die Einführung einer Radkoordinatorin (dedizierte Anlaufstelle für alle radbezogenen Belange) – mit niederschwelligen, praxisnahen Angeboten sowie einer intensiven internen Kommunikation. Dadurch konnten insbesondere auch bisher wenig aktive Mitarbeitende erreicht und zur Teilnahme motiviert werden. Gleichzeitig wurde durch die kontinuierliche Einbindung der Mitarbeitenden und Entscheidungsträger:innen in allen Projektphasen eine hohe Partizipation sichergestellt. Die nachhaltige Verankerung in bestehenden Unternehmensstrukturen, etwa im Onboarding oder über den Radblog Cycling Community, macht das Projekt langfristig wirksam und hebt es als innovativen Ansatz hervor.
Kurzbeschreibung
Das Projekt „Cycle Champ 2.0 XAL“ zielte darauf ab, die Fahrradnutzung im Arbeitsalltag zu erhöhen und aktive Mobilität nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Dazu wurden strukturelle Maßnahmen (z. B. Beleuchtung, Integration ins BGF-Programm XAL in motion), individuelle Unterstützungsangebote (z. B. Fahrradchecks, Workshops, Bike-to-Work-Buddy) sowie intensive Kommunikationsmaßnahmen (Radblog, Kapitel in der Welcome Mappe) kombiniert. Durch niederschwellige Angebote konnten insbesondere bisher wenig körperlich aktive Mitarbeitende und Lehrlinge erfolgreich erreicht und zur Teilnahme motiviert werden. Gleichzeitig wurde durch partizipative Formate, Evaluation und Einbindung der Geschäftsführung eine breite Verankerung im Unternehmen sichergestellt. Insgesamt trug das Projekt dazu bei, gesundheitsfördernde Mobilität langfristig in die Unternehmenskultur zu integrieren.
Resultate
Das Projekt erzielte deutliche positive Ergebnisse sowohl im Hinblick auf Umweltverträglichkeit als auch sozialen Mehrwert. Die Fahrradfreundlichkeit des Standorts konnte messbar gesteigert werden, was sich in einer Verbesserung der CFE-Selbstevaluierung von 125 auf 143 Punkten zeigt. Auch das Mobilitätsverhalten veränderte sich positiv: Die Anzahl der Radpendelnden stieg von rund 169 auf etwa 208 Personen (+23%), was die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen belegt. Zu den konkreten Erfolgen zählen zudem hohe Teilnahmezahlen bei Maßnahmen, etwa rund 75 Teilnehmende bei Fahrradchecks sowie die Beteiligung an Aktionen wie „Österreich radelt“ (März-September 2025) mit etwa 18.900 Kilometern. Neben den ökologischen Effekten wurde auch ein sozialer Mehrwert erreicht: Niederschwellige Angebote ermöglichten breitere Teilhabe, insbesondere von Lehrlingen und bisher wenig aktiven Mitarbeitenden. Gleichzeitig stärkten gemeinsame Aktionen den Austausch, die Motivation und das Gemeinschaftsgefühl.
Partner
Institut für Verkehrspädagogik: Beratung & Umsetzungsbegleitung
Institut für Verkehrspädagogik: Beratung & Umsetzungsbegleitung
: Beratung & Umsetzungsbegleitung