Verkehrsberuhigung Entlang der Abstimmungsstraße in Villach

Einreichende Institution: Stadt Villach
Jahr: 2026
Bundesland: Kärnten
Projektbild 26229

Ziele/Ideen

Bürger*innen der beiden Ortsteile, die sich in den vergangenen Jahren bereits stark eingebracht und artikuliert haben, wurden vom Planungsteam in ca. 1-stündigen Interviews einbezogen. Meinungen blieben damit nicht an der Oberfläche – mit genügend Zeit wurden Ansichten und vor allem auch Hintergründe von beiden Seiten – Betroffenen und Planenden – erörtert. Das gegenseitige Verständnis für die Komplexität der Situation und der Aufgabe der Verkehrsberuhigung hilft dabei robuste Lösungen zu finden, die auch machbar sind: juristisch, finanziell und unter Aufrechterhaltung der verkehrlichen Erreichbarkeit. Da allein schon der verfügbare Platz ein Miteinander erfordert, sollen die Lösungsansätze auch mehrfach funktionell sein: so z.B. eine Schulstraße in Maria Gail, die nicht nur ein beruhigtes Vorfeld vor der Schule bietet, sondern auch ganz zielgerichtet die ausgeprägte Morgenspitze im Schleichverkehr bricht.

Kurzbeschreibung

Die Abstimmungsstraße im Süden Villachs verbindet und erschließt die beiden Ortsteile Maria Gail und Tschinowitsch/Turdanitsch. Allerdings ist sie auch eine Schleichverbindung zwischen der A2 und der Stadt. Gerade in den Spitzenstunden am Morgen und am Nachmittag, in denen auch Kinder unterwegs sind, nutzen Autofahrer*innen die ampelfreie Verbindung abseits der B84 – zum Leidwesen der Bewohner*innen: die verfügbare Straßenbreite lässt keine bauliche Trennung eines Gehsteiges in den Ortsteilen zu, es gibt auch keine alternativen Fahrverbindungen, die eine räumliche Trennung von zu Fuß Gehenden, Radfahrenden und Kfz erlauben würden. So hat die Stadt Villach gemeinsam mit dem Planungsbüro Rosinak & Partner in einem Bürgerbeteiligungsprozess nach alternativen Möglichkeiten für eine Verkehrsberuhigung gesucht, die ein Miteinander ermöglichen: die Gestaltung von Mischverkehrsflächen in den Ortsdurchfahrten, eine Schulstraße und ein Geh- und Radweg im Freilandbereich.

Resultate

Die öffentliche Busverbindung zwischen dem Stadtzentrum, Tschinowitsch/Turdanitsch und Maria Gail wurde im Jahr 2025 über den ganzen Tag ausgeweitet. Die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen werden derzeit vertieft und zur Umsetzung vorbereitet. Die Einbindung der Bevölkerung durch zwei Beteiligungsveranstaltungen und Intensivinterviews mit Betroffenen, die sich in der Vergangenheit bereits verstärkt artikuliert haben, führt zu mehr Verständnis dafür, „was geht und was leider nicht geht“. Nach dem ersten Dialog wurde mit dem Mikro-ÖV ein Angebot geschaffen, das erstmals die sehr engen, historisch gewachsenen dörflichen Strukturen bedient. Zudem wird ein sicherer Schulweg geschaffen, der durch Maßnahmen wie Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche Fuß- und Radwege priorisiert und die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg deutlich erhöht.

Einreicher

Stadt Villach

Partner

Rosinak & Partner GmbH: Auftragnehmer

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