Mobilitätsmanagement der JKU Linz

Einreichende Institution: Johannes Kepler Universität Linz
Jahr: 2026
Bundesland: Oberösterreich
Projektbild 26230

Ziele/Ideen

Durch das neue Mobilitätsmanagement an der JKU werden gezielt bestehende fossile Subventionen von Parkplätzen umfunktioniert. Dadurch profitieren alle Bediensteten gleichermaßen und nicht nur jene, die täglich mit Verbrennern pendeln. Gleichzeitig wird die nachhaltige Anreise incentiviert, indem die Mehrkosten von Parkplätzen kombiniert werden mit Belohnungen für alle, die nachhaltig zur Universität anreisen. Durch diesen Ansatz ist es möglich, den Widerstand, der sonst oft mit einer Erhöhung von Parkplatzpreisen einhergeht, im Vorfeld bereits abzufedern. Dadurch verschiebt sich der Fokus hin zu dem, wie Alle von dem neuen System profitieren.

Kurzbeschreibung

Mit ihrem neuen Mobilitätsmanagement will die Johannes-Kepler-Universität Linz (JKU) den Pendelverkehr klimafreundlicher und sozial gerechter gestalten. Um das zu erreichen, wurden bestehende Parkplatzsubventionen gezielt umgewandelt. Durch erhöhte, sozial gestaffelte Gebühren finanzieren sich die Parkplätze künftig selbst und daraus entstehende Mehreinnahmen kommen durch eine jährliche Mobilitätsförderung direkt Bediensteten zugute. Gleichzeitig werden durch die App Pave Commute nachhaltige Mobilitätsformen wertgeschätzt und mit Belohnungen incentiviert. Zusammen mit Awareness-Kampagnen und dem Ausbau der Radinfrastruktur führte das bereits zu einer Einsparung der pendelbezogenen Emissionen und einem Rückgang der Autofahrten.

Resultate

Die Pave Commute App wurde Anfang 2024 eingeführt. In Kombination mit laufenden Awareness-Kampagnen und einer verbesserten Fahrrad-Infrastruktur (Ausbau überdachter Abstellplätze, Duschen, Self-service Stationen, etc.) führte das von 2023 auf 2024 zu einer Reduktion der Pendel-Emissionen von über 170,000 kg CO2-eq. Da die Mobilitätsforderung und die Parkplatzpreiserhöhung erst im März 2026 eingeführt wurde, konnte die Auswirkung noch nicht in einer Klimabilanz erfasst werden. Allerdings wurde bereits ein deutlicher Rückgang von knapp 18% der verkauften Semesterparktickets im Vergleich zum Vorjahr beobachtet. Das verdeutlicht, dass die gesetzten Maßnahmen einen klaren Lenkungseffekt weg vom motorisierten Individualverkehr bewirken. Durch die gute Kommunikation mit dem Betriebsrat und die Kombination der Preiserhöhung mit einer Förderung, wurden die Änderungen schnell weitgehend akzeptiert.

Einreicher

Johannes Kepler Universität Linz

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