Neugestaltung Bozner Platz

Einreichende Institution: Landeshauptstadt Innsbruck
Jahr: 2026
Bundesland: Tirol
Projektbild 26245

Ziele/Ideen

Mit dem Klimawandel erhöht sich der Bedarf an schattigen und kühlen Verweilorten in der Stadt. Die Stadt Innsbruck hat am Bozner Platz 31 klimafitte Bäume (Gleditschien) im Schwammstadtsystem gepflanzt, also mit viel Raum für ihre Wurzeln und einem Boden, der Regenwasser versickern und bei Bedarf wieder verdunsten lässt. Das sorgt für Vitalität und schnelleres Wachstum der schattenspendenden Bäume. Zudem tragen die Bäume zu einer besseren Luftqualität bei. Weitere Kühlung am Platz schaffen Wasserflächen und versickerungsoffene Bereiche. Der Anteil an unversiegelten Flächen wird insgesamt um 43 Prozent erhöht. Gemäß einer Klimasimulation lässt sich die gefühlte Temperatur nach 20 Jahren, also wenn die Bäume ausgewachsen sind und ihr volles Blätterdach entfalten, um 18 Grad senken. Um die Dauer des Effektes zu verkürzen, wurden von Beginn an große Bäume mit einem Stammumfang von 60/70cm bzw. Höhe von rund 10m verpflanzt.

Kurzbeschreibung

Mit der Neugestaltung vom Bozner Platz wurde ein zentraler innerstädtischer Verkehrsknoten in Innsbruck grundlegend neu organisiert und zu einem fuß- und radverkehrsfreundlichen Stadtraum weiterentwickelt. Kern der Maßnahme ist der realisierte Durchfahrtsfilter in der südlichen Wilhelm-Greil-Straße, der den motorisierten Durchgangsverkehr in dieser Straße unterbindet. Der öffentliche Verkehr, Fuß- und Radverkehr sowie der Kfz-Zielverkehr zu den privaten Stellplätzen und innerstädtischen Tiefgaragen sind weiterhin möglich. Die Entfernung der Lichtsignalanlagen am Bozner Platz und die Einführung einer Begegnungszone ermöglichen ein flächiges, gleichberechtigtes Queren für Fußgänger:innen und stärkt damit die zentrale Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt. 31 neue Bäumen bringen kühlenden Schatten auf einen der heißesten Plätze von Innsbruck und verwandeln gemeinsam mit zahlreichen neuen Sitzmöglichkeiten den Bozner Platz von einem Durchzugsort in einen Aufenthaltsort.

Resultate

Mit der Einführung einer Durchfahrtsperre in der Wilhelm-Greil-Straße haben die Verkehrsmodelle eine Reduktion des Durchgangsverkehrs von 30% erwarten lassen. Erste Verkehrserhebungen nach Umsetzung haben diese Vorhersage bereits bestätigt. Gastgärten und konsumfreie Sitzflächen werden von zahlreichen Menschen genutzt.

Einreicher

Landeshauptstadt Innsbruck

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