Eine Fläche, mehrfacher Nutzen: Grätzl-Ladezonen für Stadtlogistik und private Haltebedarfe

Einreichende Institution: Wirtschaftskammer Wien
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Projektbild 26331

Die Grätzl-Ladezonen für Stadtlogistik und private Haltebedarfe sind ein Projekt der Wirtschaftskammer Wien. In dicht genutzten Wiener Stadtquartieren fehlt es an legalen, kurzen Haltemöglichkeiten für Lieferverkehr, Paketlogistik sowie private Erledigungen. Herkömmliche Ladezonen sind oft zu kurz oder nur für gewerbliche Fahrzeuge nutzbar, was zu unerlaubtem Halten in zweiter Spur oder auf Gehsteigen führt. Das Projekt schafft flexible, legale Flächen im Nahbereich der Ziele, die sowohl von Betrieben als auch von Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt werden können.

Das Besondere liegt in der evidenzbasierten Planung durch den Ladezonenrechner, ein GIS-basiertes Tool, das gemeinsam mit der Technischen Universität Wien entwickelt wurde. Dieses Instrument ermittelt das Güterverkehrsaufkommen auf kleinräumiger Ebene und ermöglicht so eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Zonen, auch ohne spezifische Anträge einzelner Betriebe. Durch die multifunktionale Nutzung des öffentlichen Raums im Sinne des Shared Space wird der Suchverkehr reduziert. Dies verbessert die Verkehrssicherheit für Fuß- und Radverkehr und entlastet die Straßen von unnötigen Fahrten zur Suche nach Abstellmöglichkeiten.

Mit Stand Juni 2026 sind erste Grätzl-Ladezonen in den Bezirken 6 und 8 umgesetzt und evaluiert. Die Nutzung verteilt sich annähernd gleichmäßig auf private und gewerbliche Nutzer, wobei rund 90 Prozent der Zeitfenster eine Belegung aufweisen. In Geschäftsstraßen werden etwa 30 Prozent der gewerblichen Haltevorgänge über diese Zonen abgewickelt, während regelkonforme Haltevorgänge an einzelnen Standorten um 5 bis 10 Prozent zurückgingen. Das Konzept ist für Geschäfts- und Wohnstraßen geeignet. Der Ladezonenrechner findet laufend in der Bestandsstadt Anwendung. Geplant ist, das Tool künftig auch in Stadterweiterungsgebieten einzusetzen, um Logistikflächen bereits in der frühen Planungsphase zu berücksichtigen.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Wirtschaftskammer Wien

Partner

Technische Universität Wien / MOVE: Kooperationspartner
Technische Universität Wien / MOVE: Kooperationspartner
Stadt Wien / MA46: Kooperationspartner

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