Sharing Hubs – als Treiber geteilter (E-) Mobilität

Einreichende Institution: Energieinstitut Vorarlberg
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
Projektbild 26252

Ziele/Ideen

Das Projekt versteht „Sharing“ nicht nur als Teilen von Fahrzeugen, sondern auch von Flächen, insbesondere Parkplätzen. Durch die Verbindung von Carsharing, Leirädern und gemeinschaftlich genutzten Flächen – gegebenenfalls auch mit Einbeziehung von ÖPNV-Knotenpunkten- entstehen integrierte Mobilitätslösungen für lebenswerte Quartiere. Freiwerdende Flächen können anderweitig genutzt werden und schaffen Mehrwert für Lebensqualität, Umwelt- und Klimaschutz. Ziel ist es, dafür wirtschaftlich tragfähige Finanzierungs- und Betreibermodelle sowie praxisnahe Werkzeuge wie Checklisten zu entwickelt, um Gemeinden und Betreiber*innen die Umsetzung von „Sharing Hubs“ entsprechend ihren konkreten Bedürfnissen zu erleichtern. Daher erfolgt die Erarbeitung Hand in Hand mit den vier Pilot-Quartieren in Salzburg und Vorarlberg die jeweils unterschiedliche Kernfragestellungen in die Forschungsgruppe einbringen.

Kurzbeschreibung

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung von Finanzierungs- und Betreibermodellen für multimodale Mobilitätsknoten in Wohn- und Betriebsquartieren. Durch die Schaffung sogenannter „Sharing-Hubs“ sollen bestehende, gering ausgelastete PKW-Stellflächen und Garagen im Quartier gebündelt und im Sinne der Mehrfachnutzung effizienter genutzt werden. Durch die Optimierung der Flächenpotenziale kann der Verkehrsflächenverbrauch insgesamt reduziert werden. Gleichzeitig entstehen Lenkungseffekte im motorisierten Individualverkehr, da Parkierung gezielt an zentralen Standorten organisiert wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch ergänzende Sharing-Angebote und multimodale Mobilitätsservices als gleichwertige Alternative. Die Erarbeitung der Ergebnisse, sowie die Umsetzung und Evaluierung erfolgen in vier Pilotquartieren mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.

Resultate

Die Untersuchungen in den Pilotgemeinden zeigen, dass in jeder Gemeinde Potenziale für eine sinnvolle Mehrfachnutzung bestehender Stellflächen vorhanden sind. Insbesondere GIS-datenbasierte Potenzialanalysen verdeutlichen den hohen Flächenverbrauch durch bestehende Parkierungsstrukturen und machen vorhandene Nutzungspotenziale sichtbar. Umfangreiche Stellplatz-Zählungen in den Quartieren verdeutlichen die geringe bzw. teilweise starkschwankende Auslastung und zeigen das hohe Sharing-Potential. Viele Gemeinden praktizieren bereits heute kleinere, oftmals informelle Formen gemeinschaftlicher oder mehrfach genutzter Mobilitäts- und Stellplatzlösungen, ohne diese ausdrücklich als Teil einer strategischen Mobilitätsentwicklung wahrzunehmen. Besonders in Entwicklungsgebieten verfügen Gemeinden über große Gestaltungsmöglichkeiten, etwa durch die Verknüpfung von Sharing-Ansätzen mit Maßnahmen des Parkraummanagements.

Einreicher

Energieinstitut Vorarlberg

Partner

Kairos – Institut für Wirkungsforschung und Entwicklung: Assoziierter Partner
MO.Point Mobilitätsservice GmbH: Assoziierter Partner
Stadtgemeinde Salzburg: Assoziierter Partner
Rosinak & Partner ZT: Assoziierter Partner
i Space plus: Assoziierter Partner

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