Stadtverträgliche Logistik auf der letzten Meile – XXL Radlogistik Hub an der Paketposthalle München

Einreichende Institution: Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München
Jahr: 2026
Projektbild 26351

Ziele/Ideen

Der Radlogistik-Hub an der Paketposthalle ist mit knapp 3000qm der größte Radlogistikumschlagplatz in Deutschland. Mehrere Logistikunternehmen stellen Pakete und schwere Paletten per Rad aus separat angemieteten Lagern heraus zu und nutzen große Bereiche des Hubs gemeinsam: die Anlieferung erfolgt abwechselnd über die große Anlieferzone mit Laderampe. Aufenthalts- und Sanitärräume stehen allen Mieter*innen zur Verfügung. Durch die gemeinsame Nutzung ergeben sich Flächensynergien (z.B. bei Erschließung und Betrieb) und angenehme Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter*innen (Sozialbereiche). Außerdem bietet der Hub Platz für weitere Angebote, wie den herstellerunabhängigen Showroom, zur Förderung von Lastenrädern als betriebliches Transportmittel in Branchen auch außerhalb der Logistik (Handwerk, Dienstleistung u.v.m.). Weitere Dienstleistungen wie Wechselakkuservice, Ladestationen, Wartung, Leihräder für Aufkommensspitzen sollen den Hub zu einem „Ökosystem Radlogistik“ ergänzen.

Kurzbeschreibung

Ökosystem Radlogistik – der XXL Radlogistik-Hub an der Paketposthalle in München Laut einer Studie der Technischen Universität München erhalten Haushalte in München im Durchschnitt etwa 93 Pakete pro Jahr. Dies verursacht erhebliche Mengen an Zustellverkehr und hat damit negative Auswirkungen auf Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss, Parksituation, Emissionen und die Aufenthaltsqualität. Radlogistik kann einen zentralen Beitrag zur stadtverträglicheren Abwicklung der urbanen Logistik leisten. Für eine effiziente Umsetzung unterstützt München die Skalierung von Multi-User Radlogistik-Hubs. Der Mitte 2025 in Betrieb genommene ca. 3000qm große Hub bietet Umschlag- und Lagerflächen für internationale und lokale Logistikunternehmen, Sozialräume für Fahrer*innen, eine Werkstatt und einen herstellerunabhängigen Showroom für die Beratung zur betrieblichen Nutzung von Lastenrädern in Unternehmen. Langfristig wird eine Verlagerung von 30% des Wirtschaftsverkehrs aufs Lastenrad angestrebt.

Resultate

Die Radlogistik ist eine hocheffiziente Möglichkeit, den urbanen Lieferverkehr und die damit verbundenen Probleme zu reduzieren. Der erste von der Stadt München betrieben Radlogistik Hub am Viehhof zeigte bereits, dass auf einer kleinen Hubfläche mit 6 Containern im Jahr rund 8,4t Treibhausgasemissionen (netto) und etwa 60% Stand-/Haltezeit im öffentlichen Raum (im Vgl. zu LKW-basiertem Lieferverkehr) eingespart werden konnten. Das Radlogistik Hub Projekt soll dabei nicht nur zu einer deutlich nachhaltigen und stadtverträglichen urbanen Logistik beitragen. Es werden auch neue Betriebsmodelle erprobt, Zusatzdienstleistungen integriert, Lastenradnutzung an die Münchner Betriebe herangetragen und der Dialog zwischen den Logistikunternehmen gefördert mit dem Ziel langfristig ein Netzwerk an Hubs in München zu etablieren und ein Radlogistik Ökosystem zu verstetigen.

Einreicher

Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München

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